Kandidaten der Isnyer SPD im Dauereinsatz

Lokalpolitisches Wochenende

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Viele interessierte Bürgern beteiligen sich am Wochenende am Stadtrundgang mit den Kandidaten der Isnyer SPD.

Isny – Beim Ortsverein der Isnyer SPD hat der Einsatz für die Kommunalwahl am 25. Mai jetzt ernsthaft begonnen.

„Wir wollen nicht warten, bis die Leute zu uns ins Nebenzimmer kommen, sondern sind einfach vor Ort und reden gleich mit ihnen“, meinte Edwin Stöckle, Fraktionsvorsitzender der Isnyer SPD. Das ist das Prinzip das bei zwei Veranstaltungen am vergangenen Wochenende zum Einsatz kam und erfolgversprechend erschien. 

Begonnen haben die Kommunal-Kandidaten der SPD am Freitagnachmittag bei einer Veranstaltung des von Ursula Schubert und Peter Zimmer geleiteten Arbeitskreises offener Sozialdemokratischer Seniorinnen und Senioren (ASS) mit einer Vorstellung der Kandidaten die von Otto Ziegler, selbst Kandidat und Vorsitzender des Ortsvereins, moderiert wurde. In lockerer Atmosphäre stellten sich die Kandidaten vor und machten klar, für welche Ziele sie sich vermehrt einsetzen und wo ihre Schwerpunkte in der Lokalpolitik liegen würden. Otto Ziegler fand für alle die richtigen Worte und die interessierten Zuhörer kamen voll auf ihre Kosten. 

Fast im Anschluss ging es nach Neutrauchburg, wo sich die SPDler im Pavillon vor dem Rathaus mit Ortsvorsteher Claus Zengerle und einigen der Anwohner trafen, um sich über den Stand in der Ortschaft zu informieren und gleichzeitig auch die dort durchaus bekannten Kandidaten Peter Clément und Frank Glowatzki ebenfalls zu Wort kommen zu lassen. Hier hatten Otto Ziegler und Edwin Stöckle als SPD-Fraktionsvorsitzender die Moderation übernommen. 

Neutrauchburg als Teilort ist auch von der Fläche her relativ groß und wegen den dort angesiedelten Waldburg-Zeil-Kliniken auch finanziell relativ wichtig. Claus Zengerle stellte klar, dass es ihm wirklich wichtig ist, Persönlichkeiten in den Ortschaftsrat und in den Gemeinderat zu bekommen, die dort die Interessen der Bürger vertreten und die für die Probleme des Teilortes ein offenes Ohr haben. Die Nähe zur Kernstadt hat nicht nur Vorteile. Während Großholzleute, Beuren und Rohrdorf über Dorfgemeinschaftshäuser verfügen, ist das in Neutrauchburg nicht der Fall. Mal sehen was die Kommunalwahl bringt, war hierzu die allgemeine Meinung. 

Zengerle freute sich auf alle Fälle über das gezeigte Interesse und war mit dem Verlauf des Gesprächs durchaus zufrieden. 

Interessierte Bürger 

Am Samstag kam es dann zur wahrscheinlich größten Veranstaltung in der Vorbereitung der Kommunalwahl. Ein „Politischer Stadtrundgang“ war angesetzt und mehr als 50 Bürger waren der Einladung der SPD gefolgt, um sich von den Meinungen der Kandidaten ein Bild machen zu können. Da der Startpunkt des Rundgangs vor dem Rathaus war, lag es nahe sich mit der Gestaltung des Marktplatzes als erstes zu befassen. Edwin Stöckle lief nun zur Höchstform auf und auch die kritischen Fragen fanden Gehör und wurden von ihm und Erhard Bolender ausführlich beantwortet. 

Die vorbereitenden Arbeiten im Bürgerforum, der Einsatz des Gestaltungsbeirats und die Vorlagen der eventuellen Investoren wurden hinterfragt. Jetzt kristallisierte sich langsam ein Bild heraus. Die Mehrheit der derzeitigen SPD-Fraktion hat durchaus eine klare Meinung kundgetan. Den Marktplatz quasi zur Hälfte voll Stühle und Tische zu stellen wie bei der Probeaktion (der Kreisbote berichtete), hat kaum jemanden geschmeckt. Seit 2006 laufen Untersuchungen über die Gestaltung des Marktplatzes und es dürfte die Aufgabe des alten Gemeinderates sein, hier zumindest die Richtung endgültig vorzugeben. Weiter ging es zum Areal vor dem Diebsturm, in dem derzeit noch immer die Archäologen das Sagen haben. 

Schicht für Schicht wird aufgearbeitet und bis Ende 2015 wird gewiss noch gegraben und archiviert. Anschließend stand die große Gruppe neben der alten Postgarage in der Grabenstraße. Hier gibt es im Augenblick nicht viel zu sagen. Die Räumung wird stattfinden sobald das neue Gebäude am Bauhof steht und dann wäre hier Platz für einen Parkplatz. Dieser würde die Möglichkeit bieten mit wenigen Schritten in der Innenstadt zu sein. Das Isnyer Krankenhaus war das nächste Ziel. Nachdem das Urteil mittlerweile gefallen ist (der Kreisbote berichtete) und alle Beteiligten versicherten, dass die Notfallversorgung durch das MVZ und die Notarztversorgung weiter bestehen bleiben, gibt es dazu zurzeit aber nicht mehr viel zu sagen. 

Zwischendurch stellten sich trotzdem immer wieder Kandidaten vor, die wegen ihres Berufs und ihren Erfahrungen zumindest ein wenig berichten konnten. Es folgte ein etwas längeres Wegstück, bis die Gruppe vor dem neu gestalteten Hindernisgelände, dem „Dirtpark“ für die sportlichen Jugendlichen mit ihren Spezialrädern stand. Gerade erst fertig gestellt, ist er eine gute Ergänzung zum Skater-Platz. 

Stärkung beim TV Isny 

Danach war es Zeit für eine Pause. Am Kiosk des TV Isny war das Essen vorbereitet und da sich die „Stadtrundgänger“ nun im Schulgelände befanden, war die weitere Schulentwicklung in den Gesprächen ein wichtiges Thema. Nach der Stärkung führte es die Gruppe weiter zur Hackschnitzelanlage. Inzwischen waren Stunden vergangen, doch noch immer war von Seiten der Bürger genügend Aufmerksamkeit zu verzeichnen. 

Ayse Celik, aktive Frau mit Migrations-Hintergrund, in Lindau geboren und Kandidatin der SPD, hatte anschließend die Vorstellung des Türkischen Vereins übernommen. Nach einem letzten Kraftakt war auch noch die nta und die untere Mühle vorgestellt worden. Dann ging es auf direktem Wege in die Innenstadt und auf die Terrasse vom Gasthof Hirsch, wo die Gruppe abschließend bei einem kühlen Getränk oder dem Kaffee noch ein wenig zusammen saß.

Manfred Schubert

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