Dr. Gerd Müller soll falsch zitiert haben

Plagiatsvorwürfe gegen Minister Müller

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In Bedrängnis: Dr. Gerd Müller soll bei seiner Doktorarbeit nicht korrekt gearbeitet haben.

Kempten/Berlin – Schwere Vorwürfe gegen Dr. Gerd Müller: Laut der Internetplattform „VroniPlag“ soll auch der Entwicklungshilfeminister bei seiner Dissertation Textpassagen aus anderen Arbeiten übernommen haben, ohne diese korrekt zu kennzeichnen. Müller war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Macher der Internetplattform „VroniPlag“ – benannt nach der Stoiber-Tochter Veronica Saß – um Martin Heidingsfelder werfen Minister Müller vor, in seiner 1987 an der Uni Regensburg verfassten Doktorarbeit mit dem Titel „Die Junge Union Bayern und ihr Beitrag zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung“ falsch bzw. nicht zitiert zu haben. 

In einer auf der Website www.politplag.de veröffentlichten Mitteilung zeigt Heidingsfelder verschiedene Textabschnitte in Müllers Dissertation auf, die wörtlich und ohne als Zitat gekennzeichnet zu sein aus der Arbeit „Die Auswahl des politischen Nachwuchses der Bundesrepublik Deutschland“ von Wolfgang Hackel übernommen worden sein sollen. 

Zwar verweist Minister Müller in einer Fußnote auf die Quelle und ihren Ursprung. Heidingsfelder betont jedoch, dass sich laut den gültigen wissenschaftlichen Standards bei solchen „handwerklichen Fehlern“ nichts desto trotz um Plagiate handle.

 Wie der Bayerische Rundfunk unterdessen berichtet, sollen Mitglieder des studentischen Konvents der Uni Regensburg bereits eine Überprüfung von Müllers Arbeit gefordert haben. 

Der mittlerweile in Durach lebende Müller ist seit Herbst vergangenen Jahres Entwicklungshilfeminister in der Großen Koalition. 

Heidingsfelder war mit der Internetplattform Guttenplag Wiki bekannt geworden, über die der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg stürzte.

Matthias Matz

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