Weitere Baudenkmäler

Kempten hat vier Gebäude mehr, die unter Denkmalschutz gestellt werden. Birgit Siegmund, zuständig für Denkmalschutz im Bauordnungsamt, teilte in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Dienstag vergangener Woche mit, dass das Landesamt für Denkmalpflege die Anwesen „Immenstädter Straße 9“, „Beethovenstraße 16 und 18“ sowie dem Wasserhochbehälter im Estionenweg für Baudenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes hält. Sie sind deshalb in die Denkmalliste der Stadt nachzutragen, so Siegmund weiter.

Sie erläuterte, dass die „Villa Schnetzer“ in der Immenstädter Straße 9 sowohl durch ihre qualitätvolle äußere Gestaltung als auch durch die weitgehend erhaltene bauzeitliche Ausstattung mit Türgerüsten und Böden in beispielhafter Weise bürgerliche Wohnkultur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentiere. „Damit sind die Voraussetzungen des Denkmalschutzgesetzes erfüllt“, sagte Siegmund. „Das zweigeschossige Wohnhaus Beethovenstraße 16 ist vergleichbar mit dem bereits in die Denkmalliste eingetragenen Haus Nummer 12“, schilderte sie. Es handle sich bei diesem von Johann Madlener entworfenen Gebäude um ein anschauliches Beispiel der Historie in Kempten. Dies und die hohe städtebauliche Bedeutung aufgrund der Ecklage an der Kreuzung „Am Königsplatz“ seien maßgeblich für die Erfassung als Baudenkmal, fügte sie an. Die Denkmaleigenschaft beim Gebäude „Beethovenstraße 18“ begründet das Landesamt für Denkmalpflege durch den zeitgleichen Entwurf mit dem Nachbargebäude Nummer 16 und unter Verwendung nahezu identischer architektonischer Formen. Der Wasserhochbehälter im Estionenweg zeige eine ungewöhnlich aufwendige Gestaltung in barockisierenden Formen und erfülle somit ebenfalls die Voraussetzungen eines Baudenkmals, schilderte Siegmund. Waschhäusl eingetragen Das so genannte Waschhäusl, das zum Wohnhaus in der Fürstenstraße 22 gehört, erfüllt ebenso die Voraussetzungen für die Eintragung in die Denkmalliste. Da es sich hier nur um eine Listenergänzung handle, sei das allgemeine Einverständnis nicht nötig, so Siegmund. Abschließend informierte sie den Bauausschuss noch über den Stand beim weiteren Waschhäusl „Hoföschl 7“. Nach einer baldigen Innenbesichtigung bekommt das Landesamt für Denkmalpflege Fotos zur Beurteilung zugesendet.

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