ZAK und Aktion Hoffnung gehen gegen nicht genehmigte Container vor

Appell an die Bürger

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Illegal: Diese Altkleidercontainer sehen denen des ZAK zwar ähnlich, sind aber meist illegal aufgestellt, wie hier in der Pettenkoferstraße.

Kempten/Landkreis – Ein Großteil der Bürger, die nicht mehr gebrauchte Kleidung entsorgen, werfen sie in Altkleidercontainer mit der Absicht, etwas Gutes zu tun. Doch derzeit stellen dubiose Firmen bundesweit immer mehr illegale Sammelbehälter auf, um selbst daraus Profit zu schlagen.

Auch in der Stadt Kempten sowie in den Landkreisen Oberallgäu und Lindau tauchen seit einiger Zeit auf privaten und öffentlichen Grundstücken immer wieder Kleidersammelcontainer auf, die meist nicht genehmigt sind. Der Zweckver- band für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) geht daher mit seinem langjährigen Partner „Aktion Hoffnung“ gegen die illegalen Container vor. 

Den Grund für die illegalen Sammlungen sieht Gregor Uhl von der Aktion Hoffnung aus Augsburg in den gestiegenen Preisen pro Tonne Kleidung. „Circa 450 bis 500 Euro gibt es derzeit pro Tonne Altkleider. Im Jahre 2005 waren es gerade einmal 100 Euro“, machte er am Dienstagvormittag bei einem Pressegespräch deutlich. Seit Juni 2012 hat die Aktion Hoffnung in Kempten 20 Standorte aufgespürt, auf denen Kleidersammelbehälter aufgestellt wurden, für die keine Genehmigung festgestellt werden konnte. Im Oberallgäu waren es vier Container und im Westallgäu drei. Auch zwei illegale Straßensammlungen sind bekannt geworden. Für die Sammlung der Altkleider sind normalerweise öffentlich-rechtliche Entsorger zuständig, wie in Kempten, im Oberallgäu und im Landkreis Lindau der ZAK. „Gewerbliche Sammlungen müssen seit der im Juni 2012 in Kraft getretenen neuen Fassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes angemeldet werden“, erläuterte ZAK-Geschäftsführer Karl-Heinz Lumer. 

Doch das interessiert offensichtlich viele der Unternehmen, die illegal Container aufstellen, nicht. Firmen, die bereits vor Inkrafttreten der Neufassung gesammelt haben, dürften auch weiter sammeln. Ebenso dürfen auch örtliche Vereine oder karitative Organisationen Altkleider sammeln. „Wir arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich mit der Aktion Hoffnung zusammen. Die Erlöse fließen karitativen Zwecken zu“, so Lumer weiter. Er richtete daher einen Appell an die Bürger, nur an gemeinnützige Organisationen Kleidung zu spenden – sprich sie entweder in einen der 56 Container mit dem Aktion Hoffnung-Aufkleber an den ZAK-Wertstoffhöfen zu werfen oder sie an örtliche Vereine oder karitative Organisationen zu spenden. 

 Wenn Ihnen illegal aufgestellte Altkleidercontainer auffallen oder sogar auf Ihrem Grundstück abgestellt werden, können Sie sich bei Barbara Schleyer von der Aktion Hoffnung unter der Telefonnummer 0160/71 75 833 oder per E-Mail an die Adresse schleyer@aktion-hoffnung.de melden. Sie kümmert sich dann um die Entsorgung der Container. In ganz Schwaben hat die Aktion Hoffnung bisher 125 illegal aufgestellte Behälter eingezogen.

Melanie Läufle

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