Wichtig für das Selbstvertrauen

In der vergangenen Woche empfing der Landesliga-Aufsteiger TSV Kottern im Rahmen seiner Vorbereitung keinen geringeren Gegner als den letztjährigen Bundesligisten Hertha BSC Berlin mit seinem neuen Trainer Markus Babbel. Die Berliner befanden sich im Trainingslager in Oberstaufen und traten zu einem Freundschaftsspiel im Kotterner Stadion an der Kieswerkstraße an. Der ehemalige Profi und deutsche Nationalspieler war bereits vor vier Jahren in Kottern. Damals noch als Spieler des VfB Stuttgart.

Diesmal befand sich Markus Babbel mit seiner neuen Mannschaft im Allgäu, um sich auf die schwierige Aufgabe einzustellen, als Absteiger aus der 1. Bundesliga gleich wieder zu den Aufstiegskandidaten der 2. Liga zu gehören und den Wiederaufstieg zu schaffen. In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer zunächst aber keinen großen Unterschied zwischen dem Zweitligisten aus der Hauptstadt Berlin und dem gastgebenden Landesligisten TSV Kottern. Im Gegenteil, die Kemptener Vorstädter tauchten einige Male gefährlich vor dem Tor des Bundesligisten auf und hätten bei einer konsequenten Chancenauswertung sogar in Führung gehen können. Den Hauptstädtern merkte man das harte Training in den vergangenen Vorbereitungs-Wochen an. Sie kamen nur schwer ins Spiel. Hertha BSC Berlin ging demzufolge auch erst in der 32. Spielminute durch einen strammen Schuss von der Strafraumgrenze durch Gojko Kacar mit 1:0 in Führung. Dies war auch zugleich der Pausenstand an der Kotterner Kieswerkstraße. Hertha-Coach Markus Babbel wechselte dann zur zweiten Spielhälfte die komplette Mannschaft aus. Die 550 Zuschauer dachten zunächst, die Kotterner würden nun im zweiten Durchgang dem Tempo des ersten Spielabschnitts Tribut zollen müssen und einbrechen. Dem war aber nicht so. Die Kemptener Vorstädter spielten weiter gut mit und konnten sich weiterhin die eine oder andere Torchance erarbeiten. Eine Viertelstunde vor Schluss traf dann aber Lasogga doch noch zum 2:0 für die Berliner. Das war auch zugleich der Endstand. Die Kemptener Vorstädter präsentierten sich somit anderthalb Wochen vor Saisonbeginn in der Landesliga in einer durchaus guten Verfassung, die Mut macht für die anstehenden Aufgaben. Dies lässt Zuschauer, Anhänger, Vereinsführung, Trainer und Spieler des TSV Kottern durchaus zuversichtlich in die anstehende Landesligasaison blicken.

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