Wichtige Helfer an den Schulen

Drei der vier Schulsozialarbeiter der Isnyer Schulen: Mareike Lill (v.l.), Wolfgang Hinze und Rita Nosse-Hein Foto: Schubert

Die Zeiten haben sich gewandelt und damit auch die Vorstellungen, die man mit dem Wort „Schule“ verbindet. Die Lehrer heutzutage stehen bei ihrem Unterricht nicht mehr auf einem Podest und halten von dort aus die Schüler unter Kontrolle. Mittlerweile ist Schule Teamarbeit, ein Miteinander der sozialpädagogisch und pädagogisch ausgebildeten Fachkräfte.

Im Ausschuss für Finanzen und zentrale Dienste stellten die die Sozialarbeiter der Isnyer Schulen jüngst ihren Jahresbericht vor. Diplom-Sozialpädagogin Mareike Lill, Diplom-Sozialpädagoge Wolfgang Hinze, Pädagogin (MA) Rita Nosse-Hein, und Diplom-Sozialpädagogin Gabriele Sziede sind an den Isnyer Schulen tätig. Das vierköpfige Team hat sich seine Fachbereiche eingeteilt. Jeder hat ein festes Aufgabenfeld übernommen. Den Schülern wird so eine feste Bezugsperson angeboten, die auch in die sonst verschlossenen Bereiche der Kinder und Jugendlichen hineingelangen. Man sollte sich auf alle Fälle nicht der Illusion hingeben, Aggression, Mobbing, Schulschwierigkeiten seien irgendwo in den unteren Schichten einer imaginären Gesellschaft anzusiedeln. Schulsozialarbeit und Einzelfall-Hilfe sind am Gymnasium genau so angebracht wie an der Realschule, der Werkrealschule, der Sonderschule und der Grundschule. Im Gegenteil: Im Bereich der Grundschule werden viele der Präventionsmaßnahmen schon angelegt, die den späteren Schulweg leichter machen sollen, erläuterte Wolfgang Hinze. Zeigt ein Kind ein auffälliges Verhalten, sollten die Lehrkräfte soweit sensibilisiert sein, dass die Schulsozialarbeit in die Situation mit hinein genommen wird. Meist ist es so, dass Jungen durch Aggressivität auffallen, während Mädchen eher dazu neigen, sich zurück zu ziehen und im Stillen leiden. Das ist der Augenblick, an dem auch die Familie mit ins Boot genommen werden sollte. In Gesprächen wird versucht, einen Weg zu finden, der den Kin-dern einen Ausstieg aus dem Fehlverhalten und Rückkehr in die „Normalität“ ermöglicht. Das ist eine Stelle, an der sich die Sozialarbeiter oft vorkommen, als ob sie vor einer schwierigen Reparatur stehen. Diese Situation sollte vermieden werden. Daher wird versucht, Problemen prävetiv entgegen zu wirken. Denn Vorbeugung ist die bessere Form der Hilfe. Das Schulsozialarbeiter-Team in Isny ist gut ausgelastet und die Fülle der Projekte und schulergänzenden Angebote im Zeitalter der Ganztagsbetreuung sind gerade noch zu bewältigen. Die Zusammenarbeit mit den Lehrerkollegien ist hervorragend geregelt. Das Einbinden von Behörden wie Jugendamt oder anderen staatlichen Einrichtungen funktioniert. Ferner werden auch Kontakte zur mobilen Jugendarbeit und zum Jugendbeauftragten der Stadt gepflegt. Den Gemeinderäten gefiel die Präsentation der Schulsozialarbeiter. Auch in Isny wird es zwar immer Schwierigkeiten geben, aber allgemein scheint sich die Lage bei Kindern und Jugendlichen durch die gemeinsamen Anstrengungen deutlich zu entspannen.

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Kempten – Die Johannesgemeinde aus dem Kemptener Westen hatte vergangene Woche zur Veranstaltung „Bedingungen für eine erfolgreiche Migration nach …
Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kommentare