Kleines Wasserkraftwerk

Neue Terrasse an der Iller

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Auf dem Gelände der ehemaligen Gelände Schachenmayr’schen Papierfabrik will das AÜW ein neues Kraftwerk bauen. Vorstellbar ist außerdem ein Café mit Terrasse.

Kempten – Für Überraschung bei der Jahreshauptversammlung der Altstadtfreunde am Dienstagabend sorgten die neuesten Entwicklungen zum Projekt „Iller erleben“.

Was sich laut Vorsitzendem Dietmar Markmiller bestens in den bereits vorhandenen Masterplan einfüge, erläuterte anschließend AÜW-Chef Michael Lucke: Der Bau eines neuen Wasserkraftwerks im Bereich der ehemaligen Schachenmayr’schen Papierfabrik an der Kaufbeurer Straße inklusive mindestens einer Aussichtsterrasse.

Wie OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) anmerkte, gebe es derzeit „noch keine optimale Energieausnutzung an der Stelle“, was durch ein weiteres kleines Kraftwerk „ohne großen Aufbau“ auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik verbessert werden soll. Im zweiten Schritt „kann“ ein Gebäude für eine gastronomische Nutzung darauf entstehen, betonte er die noch von mehreren Faktoren abhängige Option.

Das geplante Dotationskraftwerk „soll auch ein Raum für Begegnungen sein“, nannte AÜW-Chef Michael Lucke dazu erste Ideen mit noch „einer Menge Entwicklungspotential“: zum Beispiel ein Café mit Terrasse direkt am Fluss, die Nutzung eines möglichen Sichtschutzes zwischen der Anlage und der Kaufbeurer Straße, um historische Hintergrundinfos zur Stadtgeschichte zu präsentieren, oder auch ein umbauter Raum für Ausstellungen, ein mögliches „erlebbar machen“ der so oder so neu zu errichtenden Fischtreppe.

„Das Gebäude muss wirtschaftlich tragfähig sein“, betonte er, dass vor allem auch ausreichender Parkraum über ein funktionsfähiges Konzept an dieser Stelle entscheide. Da der Betrieb einer Gastronomie allerdings nicht zu den Aufgaben der AÜW zähle, müsse auch ein geeigneter Pächter gefunden werden, erklärte Lucke. Bereits spätestens 2014 soll das Kraftwerk nach Wunsch des AÜW-Chefs in Betrieb gehen, da 2015 das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) möglicherweise geändert werde. Bis zum 31. Mai soll bereits die Vorentscheidung zum Hochbau fallen. „Die Plattform muss relativ schnell gehen“, bestätigte OB Netzer, dass „wir mit dem Kraftwerk unter Zeitdruck sind.“ Über eine darüber hinaus gehende Nutzung könne auch später noch diskutiert und entschieden werden.

Ein kleines bisschen wurde die Vorfreude allerdings von Roger Mayrock, Leiter des Allgäuer Burgenmuseums, ausgebremst. Er wies darauf hin, dass dort mit Sicherheit von historischen Grabungsfunden auszugehen sei.

Christine Tröger

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