Windkraft in Isny?

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben hat in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Teilplan Windenergie des Regionalplanes fortzuschreiben. Hintergrund ist, dass der bisherige Teilregionalplan Wind nach der Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes Mannheim, deutlich zu wenige Flächen für die Windkraftnutzung ausweist. Der Regionalverband überplant dabei das gesamte Verbandsgebiet. Flächen auf dem Stadtgebiet Isny sollen ebenfalls untersucht werden.

Die Flächen sollen dabei überprüft werden, ob sie in der Fortschreibung als Vorrangflächen ausgewiesen werden können. Das erfuhr Bürgermeister Rainer Magenreuter, der Mitglied der  Verbandsversammlung ist. Dabei handelt es sich voraussichtlich um Flächen im Bereich des Höhenzuges zwischen Menelzhofen und Beuren. Auf anderen Flächen des Stadtgebietes stehen größtenteils Natur- schutz, Landschaftsschutz oder sonstige Vorgaben entgegen. „Grundsätzlich sind wir zur Nutzung von erneuerbaren Energien in Isny sehr positiv eingestellt. Nur dadurch können wir unsere Energieversorgung für künftige Generationen zukunftsfähig und nachhaltig gestalten und das Ziel der Freien Energiestadt Isny erreichen“, meinte Magenreuter. Ob, wo und in welchem Umfang die Nutzung der Windkraft vorstellbar ist, könne jedoch erst nach Vorliegen der technischen Untersuchung des Regionalverbandes diskutiert werden. Beeinträchtigungen durch Lärm, Schattenwurf oder Eiswurf im Winter sind nach der Erfahrung in aktuellen Windparks keine Themen mehr, dies ist technisch gut zu beherrschen. Auch negative Auswirkungen auf den Tourismus sind nicht festzustellen. Sollte der Regionalverband zu der Möglichkeit einer Vorrangfläche für Windenergienutzung in Isny kommen, wird dies intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Mit ersten Ergebnissen sei zum Jahresende zu rechnen, so Bürgermeister Magenreuter.

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