Wipak Betzigau macht zu

49 Mitarbeiter sind im Wipak-Werk Betzigau beschäftigt. Aufgrund des hohen Kosten- und Wettbewerbdrucks in Europa plant die Firma das Werk in Betzigau zu schließen. Der Betriebsrat prüft nun, ob die Schließung überhaupt notwendig ist. Foto: Matz

Der Folien- und Verpackungshersteller Wipak schließt sein Werk in Betzigau. Das bestätigte Werksleiter Alexander Hauberg am vergangenen Freitag gegenüber dem KREISBOTEN. Anfang vergangener Woche seien die 49 Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung über die geplante Schließung Ende 2011 informiert worden.

Wipak-Geschäftsführer Matti Rovamaa sicherte den Mitarbeitern faire Lösungen zu. „Wir bedauern die Notwendigkeit der Aufgabe des Werkes in Betzigau. Wir fühlen uns verantwortlich für unsere Mitarbeiter und wollen zusammen mit dem Betriebsrat bestmögliche Lösungen unter schwierigen Umständen finden“, erklärte er in einer Pressemitteilung. Wie der Betriebsratsvorsitzende des Werkes Betzigau, Georg Linnartz, am Montag gegenüber dem KREISBOTEN erklärte, sei in einer Sitzung mit der Gewerkschaft beschlossen worden, dass anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen wird. „Wir wollen erstmal schauen, ob die geplante Schließung Ende November überhaupt notwendig ist“, so Linnartz. Hoher Kostendruck Die Gewerkschaft IG BCE Augsburg begleitet die Mitarbeiter seit dieser Woche. „Wir werden diskutieren, welche Auswirkungen die geplante Schließung hat und überlegen, was wir tun können, um die Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte Thorsten Falke, Bezirksleiter von IG BCE, vergangene Woche auf Anfrage. Als Grund für die Schließung führt Rovamaa in der Pressemitteilung den hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck in Europa an, der Wipak dazu zwinge, permanent seine Strukturen und Prozesse zu überprüfen und anzupassen. Vor diesem Hintergrund sei die Maßnahme leider unabwendbar. Wipak ist ein weltweit führender Hersteller hochwertiger Verpackungsfolien. Wipak Kempten bzw. Betzigau gehört seit April 2007 zur Wipak Gruppe. Im Werk Betzigau werden hauptsächlich Folien mit Flexodruck produziert. Die Kapazitäten sollen nun auf andere Wipak Werke übertragen werden, um durch Bündelung und Konzentration von Aktivitäten die Gesamtkostensituation zu verbessern.

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