"Wir schauen genau hin"

Günther Hackenberg, seit Herbst Leiter der Polizeiinspektion Kempten. Foto: Archiv

Mehr Verkehrsunfälle, weniger Verletzte: Das ist die Bilanz, die die Polzeiinspektion Kempten vergangene Woche gezogen hat. Bei 3461 Unfällen (+ 132) registrierten die Beamten insgesamt 779 Verletzte (2009: 788). Außerdem kamen fünf Verkehrsteilnehmer ums Leben – zwei Kradfahrer, ein Radfahrer, ein Fußgänger und ein Pkw-Fahrer.

Insgesamt 3461 Verkehrsunfälle ereigneten sich laut Polizeihauptkommissar Thomas Riester im vergangenen Jahr im Bereich der PI Kempten. Das entspricht einer Steigerung von 3,96 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3329). 1755 der Crashs waren sogenannte Kleinunfälle, also Auffahrunfälle, Anfahren vom Fahrbahnrand und andere Unachtsamkeiten. 112 der insgesamt 779 Opfer waren schwer verletzt, 667 leicht, was neun weniger sind als in 2009. Teure Unachtsamkeit Häufigste Unfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und das Ein- und Anfahren in den fließenden Verkehr. 49 Autofahrer, die in Unfälle verwickelt waren, hatten zuvor Alkohol getrunken, unter dem Einfluss von Drogen kam es zu drei Unfällen (- 4). Dabei wurden insgesamt 23 Verkehrsteilnehmer verletzt. Leicht gesunken ist die Zahl der registrierten Unfallfluchten. Stellte die Polizei 2009 noch 577 flüchtige Fahrer fest, waren es im vergangenen Jahr nunmehr 571. Davon konnten 239 ermittelt werden, so Riester. Bei weiteren 123 Unfällen waren Radfahrer verwickelt, wovon einer ums Leben kam. 51 Unfälle ereigneten sich mit Fußgängern, wobei ebenfalls ein Passant seinen Unfallverletzungen erlag. Genau wie 2009 ereigneten sich auch 2010 103 Unfälle mit Beteiligung von Kradfahrern. Dazu kommen noch drei „Schulwegunfälle“ mit insgesamt drei Verletzten. 239 Fahrer mussten mit juristischen Konsequenzen rechnen, da sie während der Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Polizeihauptkommissar Riester kündigte in diesem Zusammenhang an, auch in Zukunft weiterhin verstärkt zu kontrollieren – seien es Tempo- oder Drogenverstöße. „Da wo wir etwas tun können, schauen wir auch genau hin“, sagte er.

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