Das Wochenende der Kinder

Lang haben in diesem Jahr die Vorbereitungen zum Isnyer Kinder- und Heimatfest gedauert. Da saß Hans Staffe in der Kinderfest-Remise und baute neue Wagen für den historischen Festumzug. Sylvia Seitz als Vorsitzende der Kinderfestkommission und alle ihre Mitstreiter planten, berieten, bestellten und trieben Sponsoren auf. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit und das Kinderfest lockte die Besucher an.

In diesem Jahr hatte die Grundschule am Rain die Aufgabe, mit einem Theaterstück oder einem Musical das Kinderfest am Freitagabend zu eröffnen. Was da nach monatelanger Vorbereitung unter der Leitung von Anne Huber heraus kam und die Zuschauer im mitriss, war Klasse. Mehr als 100 Kinder waren in den Ablauf involviert. Die Musik, der Chor, das Ballett der kleinen Frösche – es passte alles zusammen. Mit fröhlichen Gesichtern ging es anschließend auf den Festplatz. Das Kinderfest konnte beginnen. Im Großen Festzelt tanzte inzwischen die Jugend zu Klängen der „Achtziger“, die Fahrbetriebe und Bewirtungsstände hatten viel zu tun und bis 23 Uhr blieb es trocken. Der Samstag lockte mit Aktionen auf der Familienspielwiese am Kurhaus. Viele hundert Kinder hatten dort zu Kosten im Centbereich ihren Spaß. Beim Seniorennachmittag im Festzelt war bei Kaffee und Kuchen die Stimmung ebenfalls ausgezeichnet. Das Adlerschießen am Schützenhaus zeigte, dass es unter den Kindern und Jugendlichen ganz beachtliche Schützen gibt. Am Bürgerabend im Festzelt wurde der Jugend-Schützenkönig gekrönt. In diesem Jahr hatte Sebastian Dubowy 29 von 30 möglichen Ringen geschossen. Der erste und zweite Ritter hatten jeweils 28 Ringe erreicht. Wer einmal mit der Armbrust schoss, der weiß, was das für eine Leistung ist – Wilhelm Tell lässt grüßen. Handwerk würdigen Sonntags marschierten die Kapellen schon ab fünf Uhr durch die Straßen und trommelten die Isnyer aus ihren Betten. Nur leichter Regen trübte den großen Umzug mit mehr als 2000 Beteiligten Kindern und Erwachsenen und über achtzig Gruppen. Anschließend war auf dem Festplatz kaum noch ein Platz zu bekommen. Der Montagvormittag stand traditionsgemäß im Zeichen der Handwerkerzunft. Beim Zunftschoppen im Festzelt ließ man die Stadtgeschichte in historischen Gewändern und der Demonstration von Zusammenhalt und Gemeinsinn wieder aufleben. Vorführungen der Handwerker zeigten, dass das Handwerk lebt und zumindest in Isny auf dem ihm zustehenden Platz kommt. „Isnyer für Isnyer“ lautete das Motto des Abschlussabends. Jeder durfte auf die Bühne und zeigen, was er zu bieten hat.

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