Wuchtiges Gebäude

Die provisorischen Parkplätze, die derzeit die Bewohner der Reihenhäuser An der Weberei nutzen, müssen der Bebauung weichen. Ob es Ersatz gibt, ist noch nicht klar. Foto: Läufle

Zwar mit leichten Bauchschmerzen, aber trotzdem einstimmig hat der Bauausschuss am Donnerstag- abend den Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Keselstraße genehmigt. Auf dem bisher noch unbebauten Grundstück sollen insgesamt 57 Wohneinheiten entstehen. Derzeit wird die freie Fläche von den Bewohnern der angrenzenden Reihenhäuser als Parkplatz genutzt. Für Ersatz-Stellplätze muss der Antragssteller allerdings nicht sorgen, da im Grundbuch nichts entsprechendes eingetragen ist.

In dem neuen Mehrfamilienhaus mit der Grundfläche 76 mal 18 Meter sind auf drei bis vier Stockwerken (Kopfbau) plus ausgebautem Dachgeschoss Ein- bis Vierzimmerwohnungen geplant. Die meisten der insgesamt 57 Wohneinheiten werden der Leiterin des Bauordnungsamts, Dr. Franziska Renner, zufolge Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Da die Lärmimmissionen zur Keselstraße hin relativ hoch sind, werden den Fenstern kleine Wintergärten vorgelagert. Der dafür benötigten Befreiung stimmte der Bauausschuss ebenso zu wie der Befreiung für die durch die Wintergärten kleine Überschreitung der Grundflächenzahl. Die notwendigen Parkplätze für das Vorhaben stellt der Antragssteller zum einen in einer Tiefgarage im Gebäude (51 Parkplätze) und zum anderen im Kellergeschoss des Kopfbaus (neun Parkplätze, siehe Grafik) her. Zudem soll es noch vier oberirdische Stellplätze geben. Mit insgesamt 64 Stellplätzen entstehen damit mehr als die geforderten. Allerdings, so Renner, werde das Grundstück momentan von den Bewohnern der Reihenhäuser als Parkplatz genutzt. Da die Fläche im Grundbuch allerdings nicht als Parkplatz eingetragen sei, müsse der Antragssteller nicht für Ersatz sorgen. Laut Baureferentin Monika Beltinger hat zwar jedes Haus trotzdem noch einen Stellplatz, der Parkdruck in diesem Bereich sei jedoch höher. „Mich überrascht, dass das der Bebauungsplan hergibt. Das ist schon ein sehr wuchtiges Gebäude“, meinte Hans Mangold von den Grünen. Der Bebauungsplan, der noch aus den 90er Jahren stammt, habe solch ein Volumen und Dichte vorgesehen, so Beltinger. „Die Planungen entsprechen rund-um dem Bebauungsplan“, stellte Renner klar. Parken wird schwierig Das Parkplatzthema beschäftigte Siegfried Oberdörfer (SPD). „Für die Leute, die da wohnen, wird das Parken schon schwierig werden, wenn die provisorischen Parkplätze wegfallen.“ CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier regte an, dass der Antragssteller mit der Eigentümerversammlung der Reihenhäuser sprechen könnte. „Eventuell kann die Tiefgarage etwas größer werden, sodass die Bewohner der Reihenhäuser sich dort einen Stellplatz anmieten könnten.“

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