Im Zeichen des Allgäus

Ein neues Festzelt mit neuer Innengestaltung, Bier von den Privatbrauereien Zötler und Engelbräu aus Rettenberg und ein extra eingerichteter Internetauftritt – das sind die wichtigsten Änderungen die die Festwirte Hans Schmid und Matthias Vogler für die diesjährige 61. Allgäuer Festwoche getroffen haben. „Dafür haben wir eine erhebliche Summe in die Hand genommen“, erläuterte Schmid am Donnerstag bei einem Pressetermin zum Festzelt 2010. Laut dem Festwirt liegen die Gesamtkosten bei gut 200000 Euro. Aus diesem Grund, so Schmid, wird der Preis für die Maß Festbier und Radler von 6,90 auf 7,20 Euro erhöht. Die Preise für Essen, Pils und Weizen können dagegen auf Vorjahresniveau gehalten werden, frohlockte er.

„Matthias Vogler und ich haben für die rechtlich Konstruktion unserer Zusammenarbeit im Festzelt eine neue Firma gegründet, die ‚Allgäuer Festzeltbetrieb GmbH. & Co. KG’“, schilderte Schmid. Mit der Anmietung eines neuen Festzeltes wollen sie nach außen ein Zeichen für den Neuanfang setzen. Unter dem Motto „Das Allgäu soll sich im Zelt widerspiegeln“ haben sie zusammen mit der Firma Röder ein Zelt mit einem transparenten Giebel entworfen. Neue Boxen Die Innengestaltung des Zeltes übernimmt die Architektin Christine Holthaus. Sie beschrieb die neue Anordnung. „Die grobe Struktur bleibt erhalten“, so Holthaus. Im Mittelschiff des Zeltes werden die Biertischgarnituren um 90 Grad gedreht, so dass sie künftig der Musikbühne mit farbiger Rückwand, Noten und Violinschlüssel zugewandt seien, erläuterte sie. Neu sind zwei erhöhte und umzäunte Boxen „Edelweiß“ und „Enzian“ im Schiff mit etwa 130 Plätzen. Dort dominiert die Gestaltung mit alten Allgäuer Balken und Kuhglocken. Ebenso werden die weiteren Boxen „Alp“ und „Burgstube“ im Allgäuer Stil gestaltet. In der „Burgstube“ sollen zudem das Stadtwappen und die Wappen der Partnerstädte angebracht werden. „Der Festwochenbesucher wird künftig wieder wissen, wo er ist – nämlich im Allgäu“, beschrieb Holthaus. Ein neues Angebot auf der Speisekarte präsentierte Matthias Vogler. So gibt es neben den Festwochenhits Goggl und Haxe künftig ein Kombiangebot. Von 11 bis 16 Uhr gibt ein Bierbrauergulasch mit Salzkartoffel und einem halben Liter Getränk nach Wahl für 9,90 Euro. Außerdem hat der Brotzeitstand künftig bis 24 Uhr geöffnet. Vogler erläuterte auch noch einige Neuerungen am Zelt. Zum einen wir sowohl der Haupteingang als auch der Weizenbiergarten überdacht. „Wir wollen unsere Gäste bei schlechtem Wetter nicht im Regen stehen lassen“, so der Festwirt. Zum anderen werden an allen vier Eingängen Rampen für Rollstuhlfahrer eingerichtet. Schmid zufolge verfügt das neue Festzelt über 2568 Sitzplätze wovon über 850 Plätze reserviert werden können. Mit Hilfe von Bernhard Lingg von Infotainment-tv haben die Festwirte einen Internetauftritt www.festwochenzelt.de gestaltet, der seit Donnerstagnachmittag zugänglich ist. Dort können sowohl Gutscheine geordert werden als auch Reservierungen getätigt werden. Und auch Speisekarte und Musikplan sind einsehbar. Die Reservierungen werden dann wie bisher von Ute Zeller bearbeitet. Lingg betonte, dass die online-Bestellung aber ein zusätzliches Angebot sei, das heißt, dass weiterhin telefonische oder Bestellungen per Fax entgegen genommen werden. "Besondere Ehre" Die beiden Privatbrauereien Zötler und Engelbräu aus Rettenberg teilen sich die Getränkelieferungen auf. „Die Freude in unserer Brauerei war groß, als wir von den Festwirten Schmid/Vogler den Zuschlag für die exklusive Zeltbelieferung mit Zötler Festbier, Hefeweizen und Hefeweizen alkoholfrei erhalten haben“, sagte Herbert Zötler. Und auch Herbert Widenmayer, Brauereibesitzer von Engelbräu, sieht es als „besondere Ehre“ an, das neue Festzelt erstmals mit „unseren himmlischen Bieren (Festbier-Radler, Spezialbier Grünten-Gold, Grünten-Pils-Premium) und alkoholfreien Getränken beliefern zu dürfen“.

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