Zeitgenössische Kunst

Blickwinkel sind zwischen Wand und Boden eine Frage der Betrachtungsweise. Foto: Name

„ Unmittelbar und unverfälscht“ ist der Titel der noch bis zum 11. September laufenden Ausstellung der Isnyer Künstlergruppe „Arkade“. 12 bildende Künstler haben sich im Espantor mit ihren Zeichnungen und einigen Objekten der Öffentlichkeit gestellt und möchten so zur Diskussion über zeitgenössische Kunst und deren Ausdruckmöglichkeiten beitragen.

Anette Sturm, Mitarbeiterin im Kulturbüro der Isny Marketing GmbH, hat bei der Begrüßung der Gäste die positiven Aspekte dieser Ausstellung hervorgehoben. Das Laudatio übernahm Monika Spiller, die als Kunstwissenschaftlerin und selbst Malerin den Sprung bis in die Vergangenheit, den skizzenhaften Höhlenmalereien der Frühzeit und Zeichnungen, bedeutender Künstler wagte. Geistiger Prozess Zeichnen als geistiger Prozess und als freie Ausdrucksmöglichkeit, fernab von Fingerübungen und Fragmenten, ist wohl das Anliegen der Kunstschaffenden in dieser Ausstellung. Wer nun Zeichnungen erwartet, wie sie eine Käthe Kollwitz oder ein Leonardo Da Vinci hinterlassen haben, ist mit dem Zeitgeist allerdings nicht ganz konform. Heute steht die freie Interpretation im Vordergrund und Deutungen sind im Auge des produzierenden Künstlers jederzeit dem Betrachter möglich. Man muss sich darauf einlassen können um den Sinn einzelner Arbeiten zu verstehen. Die Linie, Inbegriff des Umfassenden und der grundlegenden Formgebung, steht im Mittelpunkt und hat bei jedem der Ausstellenden eine andere Gewichtigkeit. Grundlage für eine Diskussion sind sie allemal und das Spektrum der Möglichkeiten ist in seiner Vielfalt nur zu erahnen. Für die musikalische Gestaltung hatten sich Martin Dörflinger (Saxophon) und Jörg Holik (Tabla) bereit erklärt und die Klänge ihrer Instrumente zogen während der Ausstellungseröffnung durch alle Etagen des Espantorturms. Als Begleitprogramm zur Ausstellung ist in der Kultur- und Museumsnacht am 27. August eine Installation unter dem Titel „Das blaue Nachtmahl“ vorgesehen. Am Sonntag, 11. September, ab 11 Uhr endet die Ausstellung mit einem Frühstück, bei dem zu regen Diskussionen eingeladen wird.

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