Zufriedene Besucher

50 geladene Gäste aus Kempten und dem Altlandkreis sind am vergangenen Mittwoch der Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Thomas Kreuzer nach München gefolgt. Neben eines Besuchs der Residenz durfte die Delegation aus dem Allgäu auch eine Stunde lang der Plenarssitzung im Maximilianeum beiwohnen – und natürlich mit ihrem Stimmkreisabgeordneten über die aktuellen politischen Themen diskutieren.

Thomas Kreuzer ist wohl das, was man einen Polit-Profi nennt. Obwohl der Kemptener als Parlamentarischer Geschäftsführer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender die Abstimmung über die Aufnahme von uigurischen Guantanamo-Häftlingen in Bayern organisieren musste und später noch ein wichtiges Treffen mit FDP-Chefin Leutheusser-Schnarrenberg und Innenminister Herrmann anstand, nahm er sich zwischendurch Zeit für seine Gäste aus dem Oberallgäu. Im Saal 1 des Maximilianeums empfing Kreuzer die Delegation aus dem Allgäu, darunter CSLuer aus Sulzberg und Durach sowie eine Gruppe der Allgäuer Werkstätten aus Kempten und nahm sich die Zeit, Fragen zu beantworten. Neben dem soeben während der Plenarssitzung Beobachteten brannten den Allgäuern vor allem Fragen zur Gesundheitsreform und der aufziehenden Wirtschaftskrise auf den Lippen. Insbesondere interessierte sie, ob es künftig zu einer ärztlichen Unterversorgung auf dem Land komme. „Da gibt es keinen Grund zur Besorgnis“, beruhigte Kreuzer. Im Durchschnitt würden die Ärzte dank der Politik an und für sich künftig mehr Geld bekommen als bisher. Die Verteilung sei allerdings Sache der Kassenärztlichen Vereinigung. Außerdem müsse die Bundestagswahl abgewartet werden, so Kreuzer weiter. Sollten dann CDU/CSU die Mehrheit bekommen, komme das ganze Gesundheitssystem auf den Prüfstand. „Dann werden wir Lösungen finden.“ Wohin mit den Uiguren? Sorgen bereitet den Allgäuern offenbar auch die heraufziehende Wirtschaftskrise. Hier werde die Politik in Bayern alles tun, um die Auswirkungen so gut wie möglich abzufedern, kündigte Kreuzer an. Außerdem sei Bayern sehr gut aufgestellt und durchaus in der Lage, der Krise erfolgreich zu trotzen. Zuvor hatte die Reisegruppe aus dem Allgäu der Plenarssitzung beigewohnt und so einen direkten und unvermittelten Eindruck von der Parlamentsarbeit bekommen. Themen waren vor allem die Bahnverbindungen Ulm/Augsburg und die Aufnahme von Uiguren aus dem Guantanamo-Gefängnis, was vor allem zu einer hitzigen Debatte mit den Grünen führte. Allgäuer unter sich Übrigens konnte man den Eindruck bekommen, dass an diesem Tag nur Allgäuer im Landtag unterwegs waren. In der Kantine begegnete die heimische Delegation nämlich nicht nur Kreuzer, sondern auch den Allgäuer CSU-Abgeordneten Josef Miller und Eberhard Rotter. Und auch die Grünen Adi Sprinkart und Thomas Gehring huschten in ihrer Pause vorbei. Tisch an Tisch saßen die Kreuzer-Gäste außerdem mit Justizministerin Beate Merk, Erwin Huber und Fraktionschef Georg Schmid. Einige Angehörige der Allgäuer Werkstätten hatten sogar das Glück, Ministerpräsident Seehofer die Hand schütteln zu können. Eine Führung durch den Landtag und ein Info-Film über die parlamentarische Arbeit rundeten das Programm ab. Abseits der Politik hatten Kreuzer und sein Mitarbeiter Dr. Christian Schwarz außerdem noch eine Besichtigung der Münchner Residenz sowie des Kloster Andechs am Ammersee für ihre zufriedenen Gäste organisiert.

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