1000 Bücher warten

Mehr als Dankesreden und Präsente hat es für Walter Fischl, dem scheidenden Leiter des Jobcenters Landsberg, am vergangenen Mittwoch im Landratsamt gegeben. Die Mitarbeiter des Jobcenters sangen eigens „Das Lied zum Ruhestand von Walter“. „Weil es nach dem Amt noch ein Leben gibt“, heißt eine Zeile in dem Lied. Nachgefragt bei Fischl, erklärt der 60-Jährige, dass er seine Zeit jetzt mit Lesen und Reisen verbringen will. 1000 Bücher würden warten, daneben warten auch noch zwei Enkel, denen Fischl, der in Herrsching lebt, nun mehr Zeit schenken will.

45 Dienstjahre sind Walter Fischls Arbeitsbilanz. Seit Januar 2005 leitet er das Landsberger Jobcenter. Davor war Fischl Verwaltungssleiter bei der Agentur für Arbeit in Weilheim. Das Jobcenter bezeichnet er selbst als Erfolgsmodell und vergleicht dessen Entstehung mit einer Ehe zwischen zwei Institutionen. 2004 wurden Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammengeführt. Das Sozialgesetzbuch II trat in Kraft und aus Mitarbeitern des Landratsamtes und der Agentur für Arbeit wurde das Jobcenter gebildet. „Das ging gut, dank Dir“, bescheinigte ihm Ferdinand Pilzweger, der Agenturleiter in Weilheim. Fischl hätte durch seine integrative Kraft zwei Welten zusammengeführt. Auch Landrat Walter Eichner würdigte den „richtigen Mann an der richtigen Stelle“. Damals, sei es darum gegangen, eine neue Behörde in Gang zu bringen. Er sei froh und erleichtert gewesen, dass Fischl die Leitungs des Jobcenter übernommen hätte. Seine Beharrlichkeit, Geduld und Entschlossenheit habe er an ihm geschätzt. Der letzte Arbeitstag von Walter Fischl ist der 31. Mai gewesen. Wie Johann Nebauer berichtet, würde Fischl trotz Ruhestand aber noch für Fragen zur Verfügung stehen. Er dankte ihm für diese Hilfsbereitschaft. Nebauer leitet derzeit kommissarisch das Jobcenter. Ein Nachfolger ist, laut Monika Lex von der Geschäftsführung der Weilheimer Zentrale, noch nicht gefunden. Das Bewerbungsverfahren laufe noch. „Wie soll es weitergehen?“, fragte auch Fischl in seiner Rede am Ende der Feierstunde. Für seine ehemaligen Mitarbeiter hofft er auf baldige Gewissheit und gab ihnen sein Lebensmotto mit auf den Weg: „Erwarte nichts und Du hast ständig Grund zur Freude!“

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