1000 Netze für Tansania

Alle fünf Minuten stirbt in Tansania ein Kind an den Folgen von Malaria. Durch den Klimawandel tritt die Anopheles-Mücke, die die meist tödliche Krankheit überträgt, nun auch in höher gelegenen Regionen Tansanias auf. Die Hofstettener Ärzte Dr. Susanne Holtz-Joas und Dr. Albert Joas haben mit der Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e.V. ein Anti-Malaria-Projekt gestartet: Mitte August begannen sie damit, Moskitonetze in der Mbeya Region in Süd-Tansania zu verteilen. Nun ist der Echinger Dr. Joachim Laubenthal mit seiner Frau nach Tansania aufgebrochen, bei der er das LandsAid-Projekt in Isoko weiter vorantreiben und als Gastarzt helfen wird.

Schon in den nächsten Tagen wird der Laubenthal, der in Eresing 23 Jahre eine Allgemeinarztpraxis führte und im Frühjahr in Rente ging, den Einkauf und den Transport von 1000 Netzen nach Isoko koordinieren. Die Netze werden im Land gekauft; die Verteilung der mit Insektiziden behandelten Moskitonetze vor Ort mit lokalen Helfern organisiert. Allein durch die Anwendung der Netze kann die Kindersterblichkeit laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um ein Vielfaches gesenkt werden. Während seines Aufenthalts wird Dr. Laubenthaler die Verteilung der Netze kontrollieren und dokumentieren. Es ist für ihn eine Herzenssache:„Wir hatten schon sehr lange den Wunsch, in einen Einsatz zu gehen und zu helfen.“ Für nur zehn Euro sichert LandsAid jedem Spender zu, in Tansania ein Moskitonetz zu erwerben und zu verteilen. Wer mehrere Netze finanziert, kann vielleicht einer ganzen Familie großes Leid ersparen. Mehr Infos für Spendenwillige im Internet auf www.LandsAid.org. Der 2006 gegründete Verein arbeitet als mildtätig anerkannte „Nichtregierungsorganisation“ mit dem Ziel, Menschen schnell und effektiv zu helfen, die durch Naturkatastrophen, durch bewaffnete Konflikte oder Unter- drückung in Not geraten sind. Die Betroffenen sollen dabei möglichst Hilfe zur Selbsthilfe erhalten und Zukunftsperspektiven aufgezeigt bekommen.

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