15000 Besucher im Kloster

Ja, wo fliegen sie denn? Die Gymnasiasten Stefan Thalmayr, Christian Holzmüller, Benedikt Landes, Dustin Bauer und Ferdinand Pscheidl (von links) proben für ihren Auftritt als Diabolo-Jongleure beim Circus St. Ottilien. Foto: Osman

Manege frei in St. Ottilien: Statt sich mit Algebra und Altgriechisch herumzuschlagen, verwandeln sich die Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums in diesem Jahr wieder in Akrobaten und Clowns. Zum siebten Mal veranstaltet die Schule gemeinsam mit dem Kloster vom 13. bis zum 22. Juli den Circus St. Ottilien. Neben den geplanten 16 Vorstellungen wird es einen Jahrmarkt und diverse Abendveranstaltungen geben.

Die jungen Artisten fliegen vom Trampolin aus durch die Luft, begeistern mit Bodenartistik, verblüffen mit geschickter Jonglage. Neben diesen Klassikern finden sich im Programm auch einige neue Höhepunkte. Unter anderem werden die Chinesisch-Schüler einen Tanz in Löwenkostümen aufführen, die eigens aus China eingeflogen wurden. Sieben junge Zulu-Tänzer, die ein benediktinisches Abtei-Gymnasium in Südafrika besuchen, bringen einen Hauch Exotik nach Oberbayern. „Das wird ein echtes Highlight“, freut sich Erzabt Jeremias Schröder. Noch streng geheim Auch Dressurnummern wird es geben, wobei über die Identität der beteiligten Tiere noch keine endgültige Klarheit besteht – oder sie zumindest nicht verraten wird. Hunde werden dabei sein, soviel ließ der Erzabt vergangene Woche bei einer Pressekonferenz verlauten. Ein Esel befinde sich noch im Training. Ob er bis zur Premiere seine Tricks beherrscht, sei noch offen. Viele der Beteiligten hätten praktisch seit dem letzten Circus St. Ottilien im Jahre 2008 durchgängig an ihren Nummern weitergearbeitet, berichtet Zirkusdirektor Martin Metz, im Hauptberuf Lehrer für Mathematik, Wirtschafts- und Rechtslehre. „Aber wir haben heuer auch viele Fünftklässler in der Manege, und viele Nummern sind erst im Laufe dieses Schuljahres entstanden.“ Die Arbeit am Großprojekt Schul- und Klosterzirkus begann bereits im vergangenen September. Rund 150 Schüler, fünf Lehrer und drei Mönche bestreiten das Programm, insgesamt arbeiten 500 Schüler vor und hinter den Kulissen mit. Da das Lernpensum im G8 allen weniger Freizeit lässt, wurde der Zirkus kurzerhand zum Unterrichtsthema befördert. In vier P-Seminaren kümmern sich die Gymnasiasten um Rahmenorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Training sowie die Organisation des Jahrmarkts mit fast 40 Buden. Das Ereignis zog in der Vergangenheit bis zu 15000 Besucher an. „Eine logistische Herausforderung“, wie Metz sagt, zumal heuer am zweiten Zirkuswochenende parallel auch noch das Diözesan-Jugendfestival in St. Ottilien stattfindet. Das Zelt mit 650 Plätzen wird von einer echten Zirkusfamilie zur Verfügung gestellt, die während der Dauer des Festivals mit einigen Wagen auf dem Klostergelände kampieren wird. Zwei Kinder der Familie sollen sogar in dieser Zeit in der Abteikirche getauft werden, berichtet Metz. „Durch die Kooperation mit dem Circus Roberto haben sich für uns ganz neue Möglichkeiten ergeben.“ Teilweise ausverkauft Die für Grundschulklassen gedachten Vormittagsvorstellungen seien bereits ausverkauft, berichten die Organisatoren stolz. Für die Nachmittagsvorstellungen können diesmal Karten auch reserviert werden. Zusätzlich zum Zirkus wird es ein vielfältiges Programm musikalischer Begleitveranstaltungen geben, unter anderem Konzerte der Band Feedback und des Blechbläser-Ensembles Heilix Blechle sowie ein Musical des Unterstufenchors. Das genaue Programm für die diesjährigen Vorstellungen findet sich unter www.circus.ottilien.de.

Meistgelesene Artikel

Vollgas auf eisiger Piste

Reichling – Frostiges Motorsportspektakel unter Flutlicht: Am Freitag, 20. Januar, richtet der MSC Reichling wieder die Zugspitzmeisterschaft im …
Vollgas auf eisiger Piste

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

Kommentare