40-Jahr-Feier im Familienkreis

Auf unerwartet hohe Resonanz stieß das Hilti-Jubiläum am Standort Kaufering. Foto: Kruse

Wirklich groß und erfolgreich ist ein Betrieb wohl dann, wenn er sich um die Zahl seiner Gäste bei einem Jubiläum nicht mehr sorgen muss. Hilti in Kaufering ist nicht nur demnach wirklich groß: Zum 40-jährigen Standortjubiläum wurden nur die Mitarbeiter, ihre Familien und ausgewählte Gäste geladen. Was nach „klein, aber fein“ klingt, war tatsächlich „fein“– aber nicht klein. Mit fast 6000 Gästen feierte der Liechtensteiner Konzern die Gründung seines Werkes in Kaufering.

Nach zahlreichen Erweiterungen ist das Betriebsgelände in Kaufering inzwischen mehr als weitläufig, dennoch drängten sich am Samstag zeitweise die Gäste in der Fertigung, Entwicklung und nicht zuletzt im 2400 Quadratmeter großen Festzelt. „Wir hatten mit einer guten Resonanz gerechnet, aber dass es so voll wird, ist schon sehr beeindruckend“, meinte Monika Bachmayr, die für die Organisation des Festaktes mit zuständig war. Der Anreiz für die Geladenen war allerdings auch nicht unerheblich: Wer am Eingang das schwarze Bändchen um das Handgelenk vorweisen konnte, konnte nicht nur den Arbeitsplatz des Familienmitglieds besichtigen, sondern hatte für den Rest des Tages keine Sorgen mehr. Auf dem Betriebsgelände war eine Versorgungsstraße aufgebaut, die es mit der eine Woche zuvor beendeten „Landsberger Wies'n“ locker aufnehmen konnte, im Zelt spielte sowohl die Musikkapelle Kaufering als auch später die Högl Fun Band. Für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für die Kinderbetreuung in einem eigenen Zelt – wie auch die Verköstigung der Erwachsenen im Festzelt. Die Erfolgsgeschichte, die dort besungen wurde, ist so beeindruckend wie beidseitig: Das Unternehmen fertigt in Kaufering inzwischen nicht nur Werkzeuge für Profis, sondern ist auch in Spezial-Materialien am Bau führend. Als jüngsten Coup konnte man die Produktion von speziellen Ankerschienen nach Kaufering holen. „Das Verfahren ist patentiert“, so Monika Bachmayr, „an diesen Schienen können komplette Fassaden, ob Stahl oder Glas, aufgehängt werden. Dass dieses System in Kaufering produziert wird, ist ein weiterer großer Schritt für den Standort.“ Dessen Entwicklung kann sich ohnehin sehen lassen. Mit 125 Mitarbeitern hat man 1971 in Kaufering angefangen. Ausbau folgte auf Erweiterung, inzwischen sind dort 1300 Menschen beschäftigt, neben dem traditionellen Feld „Befestigungstechnik“ sind jetzt auch die Ingenieure der Entwicklungsge­sellschaft und die Hilti Marktorganisation dort angesiedelt. Deutlich wurde auch, wie das Unternehmen gegen das Thema „Fachkräftemangel“ arbeitet – im neu errichteten Ausbildungszentrum beschäftigt Hilti (in einer blitzsauberen Vorzeigehalle und ebenso glänzenden Ausbildungsräumen) 38 Nachwuchskräfte im gewerblichen und zudem noch 23 Jugendliche im kaufmännischen Bereich.

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