Mit Irish Blessing

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Die Abiturienten der Freien Waldorfschule Landsberg.

Landsberg – „On the sunny side of the street“ sangen die Schüler der 12. Klasse für die Abiturienten, am Klavier begleitet von Musiklehrer Wolfgang Ismaier zu Beginn der Abschiedsfeier für die Abiturienten der Freien Waldorfschule Landsberg. Nach einem Jahr intensiven Vorbereitens legten die Schülerinnen und Schüler die staatlichen Prüfungen in diesem Jahr am Ammersee-Gymnasium ab. Da sie keine Vornoten einbringen können, mussten sie sich durch erheblich mehr Klausuren kämpfen als die Schüler der staatlichen Gymnasien.

Am Ende standen 17 Abiturientinnen und Abiturienten auf der Sonnenseite bzw. auf der Bühne der Waldorfschule und nahmen mit Freude ihre Abiturzeugnisse entgegen. Klassenbetreuer Dr. Rüdiger Damm-Blumrich widmete sich in seiner Rede dem Bildungsbegriff. Bildungs- und Gestaltungskraft hätten die Abiturienten über Jahre geübt, nun könnten sie mit dem Abitur in der Tasche mit schöpferischer Fantasie etwas Neues schaffen. Die größte Kraft sei die Fantasie, daher gab er den Abiturienten mit auf den Weg, sich weiter zu bilden und die Fantasie an die Macht zu lassen.

Es gab keine Abiturrede einzelner Schüler, sondern alle Abi­turienten betraten gemeinsam die Bühne, jeder sagte einen Satz. Heiter, aber auch wehmütig war die Stimmung und es zeigte sich, dass diese Abiturklasse eine eingeschworene Gemeinschaft, „wie eine Familie“ ist, die alle durch die stressige Zeit getragen und jedem viel Sicherheit gegeben habe. Man habe in der stressigen Abiturzeit erkannt, welch guten Boden die Waldorfschule für das Leben bereitet habe, die Schulzeit sei wunderschön gewesen. „Schade, dass es jetzt schon zu Ende ist“, so eine Abiturientin.

Das Gemeinschaftsprinzip setzte sich bei den Eltern fort, die ebenfalls alle auf die Bühne gebeten wurden, mit der Bitte um einen Kommentar. Wertschätzung und große Dankbarkeit bringe man der Schule und den Lehrern entgegen, für eine wunderbare und menschliche Schulzeit, die man als Eltern genießen konnte. Auf die Formel „Kühlschrank, Kuchen und Kerzen“ brachte Schülermutter Annette Mayer-Albrecht die Abiturzeit: „Der Kühlschrank musste immer gut gefüllt sein, ich habe viel Schokokuchen gebacken, denn Schokolade macht ja glücklich und wir haben viele Kerzen für die Abiturienten angezündet, damit es alle schaffen.“ Die Abiturienten dankten ihren Eltern, der Schulgemeinschaft und allen Lehrern, die sie bis zum Abitur begleitet haben. Schülerin Alva Folkerts (Geige) und Musiklehrer Wolfgang Ismaier (Klavier) spielten Oskar Riedings Konzert in h-Moll, bevor dann der Chor die Abiturklasse mit dem „Irish Blessing“, dem irischen Reisesegen, verabschiedete.

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