Abschied von der eigenen Schulbuslinie

Die Gemeinde Denklingen will die Schülerbeförderung weiterhin dem Schulverband Fuchs­tal übertragen: Dies hat der Gemeinderat jüngst mit zwei Gegenstimmen beschlossen. Von einer eigenen Linie, wie sie vor einiger Zeit in einer Unterschriftenaktion insbesondere von Epfacher Eltern gefordert worden war, sieht Denklingen ab.

Die Räte haben ihre Entscheidung auf der Basis eines Vorent­wurfes gefällt, welcher die Busfahrpläne für die Schülerbeför­- derung im geplanten Schulverbund Fuchstal-Rott regelt. Der Plan ist zwar noch nicht endgültig, doch die Abfahrtszeiten stehen bereits mehr oder weniger fest – sie waren einer der Hauptkritikpunkte der Eltern. Hier sah die Ratsmehrheit sogar eine Verbesserung gegenüber dem momentanen Fahrplan, da die frühen Abfahrtszeiten und die ungünstigen Fahrtstrecken künftig wegfallen würden. Konkret heißt das: Die Epfacher Kinder müssen nicht mehr ganz so früh aus dem Haus. Sie sollen ab dem kommenden Schuljahr erst um 7.35 statt um 7.20 Uhr in Epfach abgeholt werden. Um zirka 7.40 Uhr soll der Bus des Unternehmens Rehm dann an der Grundschule in Denklingen ankommen. In der Forchau soll der Bus künftig um 7.32 Uhr die Kinder abholen. Klare Verbesserung „Das ist ein Entgegenkommen an die Grundschüler“, meinte Bürgermeisterin Viktoria Horber und sah für die Abfahrt in der Früh eine klare Verbesserung ge­genüber dem aktuellen Busfahrplan. Mittags gäbe es keine wesentlichen Veränderungen, so die Bürger­mei­sterin. Außenbereiche wie Dienhausen, Römerau und Neuhof würden weiterhin mit einem extra Kleinbus angefahren. Im neuen Schulverbund teilen sich die beiden Busunternehmen Meier (Fuchstal) und Rehm (Stadl) die Beförderung. Öffentliche Busse, gegen die sich die Eltern ebenfalls ausgesprochen hatten, müssen von Grundschülern nicht benutzt werden: Lediglich ältere Schüler aus Denklingen, Fuchstal und Unterdießen, die den M-Zweig in Rott besuchen, sollen bis Kins­au mit dem RVO-Bus fahren und dann in den Rehm-Bus umsteigen. Nur Regina Wölfl und Wolfgang Martin stimmten gegen die Weiterführung des Beförderungsvertrages mit Fuchstal: Sie hätten den Fahrplanentwurf vor einer endgültigen Entscheidung erst noch der Denklinger Grundschule zur Stellungnahme vorlegen wollen. Zudem wollte Wölfl erst die Kosten für eine eigene Linie ermitteln und kritisierte, dass die Kleinbusse in die Außenbereiche mittags erst 20 Minuten nach Schulschluss abfahren würden. Bürgermeisterin Viktoria Horber erklärte, dass die Gemeinde Denklingen für eine eigene Linie geschätzte 50000 Euro im Jahr aufbringen müsste – also doppelt so viel wie aktuell über den Schulverband Fuchs­tal. Zudem kamen die Ratsmitglieder zu dem Schluss, dass – um eine einigermaßen kostengünstige Beförderung zu ermöglichen – bei einer eigenen Linie ein großer Schulbus eingesetzt wer­den müsste und in der Folge lange Fahrstrecken sowie Fahrten mit wenigen Kindern zu bewältigen wären. Das würde vermutlich auf Kritik stoßen. Mehrere kleinere Schulbusse wurden auch nicht als sinnvoll erachtet: Sie wären noch teurer, da der kostenintensivste Faktor beim Schulbusverkehr das Personal sei.

Meistgelesene Artikel

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kommentare