In acht Tagesetappen

Ildiko Wermescher (links) von der FT Jahn und ihre Allgäuer Teamkollegin Gitti Schiebel siegten beim Transalpin-Run mit einem Vorsprung von fast drei Stunden. Foto: FT Jahn

Einer ganz besonderen Herausforderung haben sich zwei Powerfrauen, die Ungarin Ildiko Wermescher, Mitglied der FT Jahn, und die Allgäuerin Gitti Schiebel gestellt. Sie starteten für die „Mountain Heroes“ beim Gore-Tex Transalpin Run, welcher von Ruhpolding bis Sexten in den Dolomiten über eine Strecke von 320 Kilometern und insgesamt 15 436 Höhenmetern führte. Als schnellstes Damenteam siegten Wermescher und Schiebel mit einer Endzeit von 41:28 Stunden.

In acht Tagesetappen eingeteilt, bewältigten Läufer aus der ganzen Welt zahllose Gipfel, steinige und matschige Wege, imposante und gefährliche Schluchten und Grate. Rein technisch, so Ildiko Wermescher, galt es einfach jeden Schritt zu überlegen, einen Sturz konnten und wollten sie nicht riskieren. Rund 450 Teams gingen in Ruhpolding an den Start, es galt 49 Kilometer und 1600 Höhenmeter bis St. Johann zu überwinden. Der Etappensieg ging an das Team Salomon aus Italien, aber das Team Mountain Heroes erreichte mit nur vier Minuten Rückstand in 5:39 Stunden den 2. Platz. Der nächste Tag sollte über 35 Kilometer nach Kitzbühl führen. Die Sportlerinnen kämpften sich auf den ersten Platz und bauten bereits einen Vorsprung aus. Am dritten Tag erreichten Wermescher und Schiebel mit einem zehnminütigen Vorsprung als erste Neukirchen, welches am imposanten Großvenediger liegt. Beflügelt und in ausgezeichneter Harmonie machten sie sich am vierten Tag auf den 43,3 Kilometer langen Weg nach Prettau, jedoch schienen sich die Kräfte eher zu mehren als zu schwinden, in 5:26 Stunden waren sie wieder als erste im Ziel und ihr Vorsprung zu der zweitplatzierten Mannschaft lag bereits bei 30 Minuten. Von Prettau erklommen die Ultra Meisterinnen über 32,8 Kilometer und 2400 Höhenmeter in 4:54 Stunden und einem Vorsprung von nunmehr schon zwei Stunden den steinigen Weg nach Sand in Taufers. Die Strecke des sechsten Tages führte nach St. Vigil, am Tag darauf ging es über 42 Kilometer Marathondistanz und 3000 Höhenmeter in 5:58 Stunden nach Niederdorf im schönen Pustertal. Unvorstellbar für einen „schlichten“ Marathonläufer machten sich Ildiko Wermescher und Gitti Schiebel mit einer scheinbaren Leichtigkeit und euphorisch am achten Tag auf die letzte Etappe des Transalpin-Run. Als schnellstes Damenteam hatten sie ihre Führung immer mehr ausgebaut und siegten so triumphierend in einer Endzeit von 41:28 Stunden mit einem Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen von fast drei Stunden.

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