Alle Bewerber sind versorgt

Die Arbeitsagentur Weilheim vermeldet gute Nachrichten für den Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Landsberg. Laut aktuellem Bericht sind alle 679 gemeldeten Bewerber unter anderem mit einem Ausbildungsplatz, versorgt worden.

Im Berichtsjahr, der Zeit vom Oktober 2008 bis September dieses Jahres, stieg die Zahl der freien Ausbildungsplätze im Landkreis Landsberg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent an auf 558. Das sind 77 Stellen mehr. Trotz diesem Anstieg kamen in diesem Jahr auf einen Bewerber laut Statistik nur 0,8 Stellen. Die Unternehmen und Verwaltungen hatten ihrerseits 525 betriebliche Stellen gemeldet. Außerbetrieblich hatte die Arbeitsagentur so 33 freie Stellen registriert. Von den 679 Bewerbern begannen 408 Bewerber eine Ausbildung. Wobei diese Ausbildungsplätze nicht nur im hiesigen Landkreis sondern auch andernorts sein können. Andere Ausbildungssuchende nehmen an berufsvorbereitenden Maßnahmen oder an Einstiegsqualifizierungen teil. Mancher entschied sich schließlich ganz für eine Alternative zu einer Berufsausbildung und ist somit in der Statistik der Suchenden ebenfalls nicht mehr aufgeführt. Beim Blick auf den gesamten Agenturbezirk sind noch fünf Besorger unversorgt. Den 1915 gemeldeten Bewerbern standen hier 1834 Berufsausbildungsstellen gegenüber. Das Fazit von Monika Lex, der operativen Geschäftsführerin, fällt daher gut aus: „Neben dem Arbeitsmarkt hat sich auch der Ausbildungsstellenmarkt in den vergangenen Monaten trotz der Wirtschaftskrise im Agenturbezirk erstaunlich positiv entwickelt.“ Im Landkreis Landsberg waren zum Stichtag 30. September noch 33 Stellen unbesetzt. Der Grund dafür liegt, laut Monica Lex, oft an den unterschiedlichen Anforderungsprofilen für die Ausbildungen und an regionalen Ungleichgewichten. So sind im gesamten Agenturbezirk und im Landkreis Landsberg besonders die kaufmännischen Berufe gefragt. Von den Bewerber hatten sich 112 eine Stelle als Bürofachkraft gewünscht. Demgegenüber waren aber nur 55 freie Plätze für diesen Ausbildungsberuf gemeldet worden. Ungleich ist auch das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot im Bereich der Fertigungsberufe. Hier gab es 287 Interessenten, aber lediglich 238 Stellen. Daher war die Ausbildungssuche im Landkreis für Mechaniker oder Schlosser nicht immer von Erfolg gekrönt. Außerdem beliebt ist der Friseurberuf. Um diesen zu erlernen, sind aber ebenfalls nicht ausreichend Ausbildungsplätze vorhanden. Anders ist es bei Berufen im Gesundheitsdienst, wo mehr Stellen als Bewerber registriert wurden. Ein solches Ungleichgewicht gab es auch bei einigen technischen Berufen. Ausgeglichen ist das Verhältnis bei Warenkaufleuten, bei dem 91 Interessenten sich auf 92 Stellen bewerben konnten.

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