Alles, nur kein "Nein"! – Offener Brief: Bürgermeister Dr. Klaus Bühler kämpft weiter für Edeka

Es geht in die erste entscheidende Phase: Heute Abend, ab 19.30 Uhr, wird der Gemeinderat darüber befinden, ob Kaufering an der geplanten Ansiedlung des Edeka-Logistikzentrums festhalten und dies in Form eines Bürgerentscheides manifestiert werden soll. Nur eine Woche später, am 21. Januar, steht das Thema im Landsberger Stadtrat an – Sondersitzung. Da ein „Nein“ aus der Lechstadt das vorzeitige Ende des Projekts bedeuten würde, hat sich Bürgermeister Dr. Klaus Bühler am Freitag in einem offenen Brief an alle Stadtratsmitglieder und den OB gewandt. Er bittet darin eindringlich um Zustimmung für das Logistikzentrum.

Natürlich weiß Bühler, dass sich die Begeisterung in der Lechstadt in Grenzen hält. Deshalb: Sollte ein „Ja“ zu Edeka am 21. Januar nicht möglich sein, dann sollte es vorerst auch kein „Nein“ geben, dann sollte der Stadtrat das Ergebnis des für 15. März geplanten Bürgerentscheides in Kaufering abwarten. Immerhin hätten die Lechstädter, so Bühler, in den zurückliegenden Jahren mehrfach die Möglichkeit zu so einer Abstimmung erhalten. Er wolle „niemanden verprellen, sondern eine gemeinsame Lösung erreichen“, betont Dr. Bühler im Gespräch mit dem KREISBOTEN. In seinem Drei-Seiten-Papier gibt er indes klar zu verstehen, dass man in Kaufering als „Partner und Nachbar“ ein „Nein“ am 21. Januar aus Landsberg nicht verstehen könne – „auch vor dem Hintergrund unserer kontruktiv-fairen Haltung im Bauleitplanverfahren Klausner“. Bereits Mitte Dezember waren im Stadtrat Stimmen laut geworden, dass eine Entscheidung möglichst früh fallen müsse. Würde nämlich der Bürgerentscheid in Kaufering pro Edeka ausfallen, dann wären dem Plenum doch die Hände gebunden. „Wer könnte dann noch ablehnen?“ Trenngrün erhalten Kauferings Bürgermeister wartet in seinem „Offenen Brief“ durchaus mit Neuem auf. So sei es in Absprache mit Edeka mittels Drehen und Spiegeln der Anlage von Nord-Süd nach West-Ost gelungen, den Flächenverbrauch als „bisher größtes Problem“ um sechs auf nunmehr 19 Hektar zu reduzieren. „Die Höhere Landesplanungsbehörde würde eine solche flächenreduzierte Lösung akzeptieren“, ist sich Dr. Bühler sicher. Und schlägt mit einer Klappe gleich noch eine zweite Fliege: „Die baulich nicht mehr benötigten sechs Hektar im Süden könnten bereits einem ,Trenngrün‘ zugeordnet werden.“ Die „Wuchtigkeit“ betreffend ruft Bühler einmal mehr in Erinnerung, dass die südliche Ortseinfahrt Kauferings den in der zweiten Ausbaustufe bis zu 25 Meter hohen Gebäude-Komplex optisch durchaus verkraften könne. Groß müsse nicht immer gleich hässlich sein, das beweise das 13 Meter hohe und 370 Meter lange Fachmarktzentrum im Landsberger Osten. Die wichtigste aller Fragen ist für Bürgermeister Bühler: „Wollen wir 300 gut strukturierte Arbeitsplätze für die Region Landsberg/Kaufering: Ja oder Nein?“ Er, Bühler, werde erst dann von Edeka ablassen, wenn ihm jemand sagt, dass es in Oberbayern einen besseren Standort als den zwischen Landsberg und Kaufering gibt.

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