Ampel, Insel oder? Scheuring will Verkehrssicherheit

An der Hauptstraße in Scheuring ist jeden Morgen viel Ios. Im Berufsverkehr drängen sich die Autos, aber auch die Schulkinder wollen über die Straße. Deswegen hatte Gemeinderat Thomas Klarer zuletzt eine Überquerungshilfe vorgeschlagen, um die Sicherheit zu erhöhen. Das Problem ist allerdings, dass die Hauptstraße dem Landkreis gehört. Und der denkt gar nicht daran, eine Überquerungshilfe einzurichten.

„Ich habe mit dem zuständigen Abteilungsleiter vom Landratsamt telefoniert und der sieht keine Notwendigkeit dafür“, berichtete Bürgermeister Manfred Menhard dem Gemeinderat. Als Grund wurde angegeben, dass es zu wenig Fuß- gänger gebe und die Hauptstraße ohnehin sehr übersichtlich sei. Dazu würde ein Übergang eine Sicherheit vermitteln, die es nicht gibt. Stattdessen wird vom Landratsamt vorgeschlagen, Schülerlotsen einzusetzen. Eine Entscheidung, mit der sich die Räte nicht anfreunden wollen. Josef Neumair moniert, dass in der Hauptstraße „viel zu oft mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird“. Zudem sei die Stelle beim Gasthaus Klarer schlecht einsehbar. Er sei sich sicher, dass „mindestens ein Viertel der Scheuringer den Fußgängerüberweg nutzen würde“, zum Beispiel um an die Schule, den Kindergarten, zum Bäcker oder zum Sportplatz zu kommen. Uneins war man sich noch, ob ein Zebrastreifen, eine Verkehrsinsel oder doch eine Fußgängerampel her soll. Auch eine Tempobegrenzung wurde diskutiert. Daneben beschäftigte die Gemeinderäte, wo die Überquerungshilfe hinkommen soll. „Beim Gasthaus Klarer selbst geht’s nicht“, meinte Menhard, weil die Stelle dort zu unübersichtlich sei. Auch in Richtung Unterdorf kann man sich derzeit keinen Überweg vorstellen, da dort der Fußgänger-Verkehr für die Maßnahme „nicht ausreicht“. Trotzdem will man an dem Thema dranbleiben. Der Gemeinderat entschied mit großer Mehrheit, dass eine Überquerungshilfe her muss. Das Thema soll nun bei einem Ortstermin besprochen werden, an dem auch die Polizei teilnimmt.

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