Neuer Chef am Amtsgericht

Die Zeichen stehen auf Abschied

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Gute Bekannte: Landgerichtspräsident Dr. Herbert Veh (rechts) wird Amtsgerichtsdirektor Max Ziegler (links) am 5. Juli im Landsberger Rathaus in den Ruhestand verabschieden.

Landsberg – Seit 2009 ist Michael Eberle stellvertretender Direktor des Weilheimer Amtsgerichts. Jetzt stehen die Zeichen auf Abschied. Der 49-jährige Schongauer wechselt zum 1. Juli nach Landsberg, wo er die Leitung des dortigen Amtsgerichts übernimmt. Er folgt auf Max Ziegler, der sich im Mai in den Ruhestand verabschiedet hat.

Früher als bislang muss sich Eberle ab dem 1. Juli nicht auf den Weg machen. Die Fahrt zu seiner neuen Arbeitsstätte dauert von seinem Wohnort Schongau aus fast genau so lang wie bisher. Nur die Richtung ist eine andere. Statt in Weilheim liegt das Ziel künftig in Landsberg. Eberle übernimmt am Amtsgericht der Großen Kreisstadt den Posten des Direktors. „Ich freue mich natürlich sehr auf die Herausforderung“, sagt der Schongauer.

Neuer Amtsgerichtsdirektor in Landsberg: Michael Eberle aus Schongau.

Gänzlich neu ist die künftige Position für ihn nicht. Nach dem Ausscheiden von Direktor Wilfried Wittig im Juli 2014 übernahm Eberle vorübergehend die Leitung des Weilheimer Amtsgerichts, bis im November 2015 die neue Direktorin Regina Sieh ihr Amt antrat. Diese Erfahrung dürfte mit ein Grund dafür gewesen sein, dass sich der 49-Jährige mit seiner Bewerbung im Auswahlverfahren für die Nachfolge des Landsberger Amtsgerichtsdirektors Max Ziegler durchsetzte. Dieser hatte sich im Mai in den Ruhestand verabschiedet.

Begonnen hat Eberles Laufbahn 1995 als Zivilrichter in Memmingen. 1996 wechselte er zur dortigen Staatsanwaltschaft, wo er sich um Jugendschutz- und Jugendstrafsachen kümmerte. 1998 ging es für Eberle als Staatsanwalt nach Kempten (Betäubungsmittel und Organisierte Kriminalität). 2000 wechselte er als Familien- und Jugendrichter ans Amtsgericht Kaufbeuren, eher es für Eberle 2004 zur Augsburger Staatsanwaltschaft ging. Vier Jahre war er dort als Gruppenleiter für den Bereich Betäubungsmittel tätig.

Vor acht Jahren übernahm Eberle die Leitung der Verkehrs­abteilung bei der Staatsanwaltschaft München II. 2009 folgte schließlich sein Wechsel als stellvertretender Direktor an das Weilheimer Amtsgericht. Zunächst zuständig für Familiensachen, wurde der Jurist 2010 Jugendrichter, übernahm später auch noch den Vorsitz des Jugendschöffengerichts. Zwischenzeitlich war Eberle auch als Strafrichter für Erwachsene tätig und leitete das Schöffengericht.

Als einen der Höhepunkte seiner Weilheimer Zeit nennt der Jurist die Bereitschaftsdienste beim G7-Gipfel in Elmau im vergangenen Jahr, bei dem das Amtsgericht Weilheim nach dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen das größte Kontingent stellte. Dass ihm künftig die Zeit für sein politisches Engagement – der 49-Jährige führt die CSU-Fraktion im Schongauer Stadtrat und ist Pressesprecher im Ortsverband – fehle, damit rechnet Eberle nicht. „Als ich in Weilheim die Leitung inne hatte, habe ich bereits den Ortsvorsitz abgegeben und so meinen Aufwand reduziert. Das hat gut geklappt.“

Am 5. Juli wird Michael Eberle im Festsaal des Landsberger Rathauses durch den Präsident des Landgerichts Augsburg, Dr. Herbert Veh, offiziell in sein neues Amt eingeführt und sein Vorgänger Max Ziegler gebührend verabschiedet.

Christoph Peters

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