Ansturm auf den neuen Rot-Kreuz-Shop

Der zweite Rot-Kreuz-Shop im Landkreis hat jetzt seine Pforten geöffnet. Die „Schatztruhe“ in Kaufering bietet, ebenso wie ihr Landsberger Pendant, preiswerte Damen-, Herren- und Kinderkleidung in guter Qualität. Zielgruppe sind sozial Schwache und Geringverdiener, aber auch Second-Hand-Liebhaber. Dass der Bedarf an günstigen Einkaufsmöglichkeiten groß ist und noch steigen wird, darüber sind sich die Verantwortlichen einig.

Die ersten Kunden der Kauferinger „Schatztruhe“‚ warteten bereits vor der Tür, als drinnen noch auf die Eröffnung angestoßen wurde. Der Erfolg des Landsberger Ladens, der seit einem Jahr in Betrieb ist, habe gezeigt, dass das Rote Kreuz mit dieser Idee auf dem richtigen Weg ist, so Kreisgeschäftsführer Anton Huber. „Mit der ursprünglichen Kleiderkammer konnten wir die Bedürfnisse unserer Klienten nicht mehr befriedigen.“ Die Räume seien zu klein gewesen und die Annahme von Kleiderspenden habe nicht gut funktioniert. In den neuen Rot-Kreuz-Shops können Spenden während der normalen Geschäftszeiten abgegeben werden Der Kauferinger Bürgermeister Klaus Bühler sieht die Schere zwischen sozial schlechter und besser gestellten auch bei uns weiter aufgehen: „Die bestbezahlten Leute arbeiten in der Werbebranche, die uns davon überzeugen will, Dinge zu kaufen, die wir gar nicht brauchen.“ Auch Landrat Walter Eichner sorgt sich um die sozial Schwachen und denkt über ein Sozialkaufhaus nach. Hier sollengünstige Waren angeboten und Jobs für schwer vermittelbare Arbeitnehmer geschaffen werden. 1400 Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften gebe es im Landkreis, rechnete Eichner vor, und dazu „tausende Männer, Frauen und Kinder, die Grundsicherung beziehen“. In den Rot-Kreuz-Shops gibt es für Bedürftige mit Nachweis auf die günstigen Preise noch einmal 50 Prozent Ermäßigung. Ziel der Läden ist nicht der Gewinn, sondern kostendeckend zu arbeiten, was nur dank vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter möglich ist. An ihnen herrscht laut Marianne Asam, Leiterin soziale Dienste, kein Mangel. Für den Kauferinger Shop hätten sich bereits zehn freiwillige Helfer gemeldet. Besonders dankbar ist man dem Kauferinger Wilfried Heinrich, Mitarbeiter eines Münchner Kaufhauses, der der „Schatztruhe“ zu einem Teil ihrer Einrichtung verhalf. Geöffnet hat der Rot-Kreuz-Shop in der Kolpingstraße 36 jeweils dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr.

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