Apfeldorfer Trachtenkapelle

Der neue Dirigent hat viel vor

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Schwingt am heutigen Samstag beim Frühjahrskonzert den Taktstock: Der neue Dirigent der Apfeldorfer Trachtenkapelle, Richard Beinhofer.

Apfeldorf – Der neue Dirigent der Apfeldorfer Trachtenkapelle, Richard Beinhofer, hat viel vor: Noch mehr Musiker gewinnen, den Klangkörper weiter optimieren – und vielleicht auch wieder einmal eine eigene Jugendkapelle aufbauen. Dies sind nur einige der Ziele, an denen der 41-Jährige in den künftigen Jahren arbeiten will. Doch zunächst steht jetzt diesen Samstag erst einmal ein bedeutsames Ereignis für die Kapelle an: Das traditionelle Frühjahrskonzert, das nun erstmals unter Beinhofers Leitung stattfinden wird.

Im vergangenen Herbst hatte Richard Beinhofer den Taktstock von Georg Kölbl junior übernommen. Kölbl hatte 15 Jahre lang die Kapelle dirigiert. Sein Nachfolger spielte selbst früher 15 Jahre lang Bariton und Posaune in der Trachtenkapelle, war von 1999 bis 2002 auch Vorstand, und leitete vor rund 15 Jahren schon einmal die Jugendkapelle.

Bis August letzten Jahres wohnte der 41-Jährige, der in Apfeldorf aufwuchs, noch im Landkreis Fürstenfeldbruck. Wie es der Zufall so will, zog er am ersten September 2014 aber mit seiner Familie nach Schongau um – gerade zu der Zeit, als die Trachtenkapelle einen neuen Dirigenten suchte. Eine Aufgabe, die Richard Beinhofer gleich mit großem Engagement angegangen ist: Seit Herbst hat er sich intensiv weitergebildet und seither schon vier Kurse an der Deutschen Dirigentenakademie absolviert.

 „Wenn ich was mache, dann soll das auch Hand und Fuß haben“, meint er. Sein Ziel ist es, das Orchester aufzustocken und weiter zu optimieren. Eine Kapelle brauche sowohl die älteren, erfahrenen Musiker, als auch jungen Nachwuchs, weiß Beinhofer. Wichtig für ihn ist, „dass jedem Musiker bewusst ist, dass jeder in einem Blasorchester wichtig und wertvoll ist – egal, welches Instrument er spielt“, betont der neue Dirigent. 

Die Musik verbinde die Generationen miteinander – Jung und Alt – und sei ein Hobby, „dass man ein Leben lang ausüben kann“, bekräftigt Beinhofer. Sie sei ein „wunderbarer Ausgleich zum Alltagsstress“ und gebe jungen Leuten vielfältige Grundlagen mit: Die Sozialkompetenz und die Teamarbeit würden dabei gefördert. 

Im Jahr 2021 wird die Apfeldorfer Trachtenkapelle ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Bis dahin hofft Beinhofer, noch ein paar Musiker hinzugewinnen zu können: „Ich würde mich freuen, wenn auch einige Ehemalige wieder ihr Instrument auspacken würden“, sagt er.

Natürlich wünscht er sich gleichzeitig auch „viele junge, motivierte Leute“. Nun stehen aber erst einmal die Pläne für die nahe Zukunft an.

Im April will die Kapelle an den Wertungsspielen teilnehmen, und im Mai wird bei einer Floßfahrt auf der Isar gespielt. Zudem wird die Trachtenkapelle heuer zum internationalen Musikantentreffen nach Brixen fahren. Nächstes Jahr im Sommer geht es dann in den Vatikan: „Dort gestalten wir eine Messe mit und sind bei der Parade dabei“, verkündet der Dirigent. Ebenso versucht Beinhofer, dass die Kapelle im nächsten Jahr vielleicht auf der Alten Wiesen spielen kann. 

Aber jetzt wird erst einmal vor heimischem Publikum gespielt: Beim Frühjahrskonzert in der Apfeldorfer Mehrzweckhalle am heutigen Samstag wird die Trachtenkapelle mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten. Die Stückauswahl reicht von „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss über „Der Kalif von Bagdad“ (Hans Hartwig) bis hin zu Glenn Miller und Simon & Garfunkel. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

mas

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