Arbeitsteilung festgelegt

Der Streit um die Ortsverbindungsstraße von Schöffelding nach Eresing hat ein Ende gefunden. In der vergangenen Woche einigten sich die Gemeinden Windach und Eresing mit dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern vor der 2. Kammer des Verwaltungsgerichts in München auf einen Vergleich. Demnach übernimmt der Landkreis für die Straße Unterhalt und Winterdienst, während die Gemeinden für bauliche Erneuerungen zuständig bleiben.

Die Regelung soll am 1. Mai in Kraft treten, doch zuvor müssen noch die beiden Gemeinderäte und der Kreisausschuss ihre Zustimmung geben. Der Eresinger Bürgermeister Josef Loy erstattete am Tag nach der Verhandlung seinem Gemeinderat Bericht, eine Abstimmung erfolgte jedoch noch nicht. Den Vergleich abzulehnen, hätte bedeutet, vor eine höhere Instanz zu ziehen, gegen deren Entscheidung es dann kein Rechtsmittel mehr gegeben hätte, erklärte Loy. „Außerdem würde das noch einmal drei oder vier Jahre dauern.“ Windach und Eresing hatten sich darum bemüht, die Ortsverbindung von Eresing nach Schöffelding zur Kreisstraße aufstufen zu lassen. Ihr Hauptargument: Auf der Straße fließe überörtlicher Verkehr aus dem Süden zur S-Bahn nach Geltendorf oder über Schwabhausen weiter nach Norden Richtung Augsburg. Der Landkreis Landsberg und die Regierung von Oberbayern argumentierten dagegen und erklärten, dass die Kreisstraße LL 13 von Windach nach Eresing die eigentliche überörtliche Verbindung für den von Süden kommenden Verkehr darstelle. Belegt wurde dies mit handfesten Zahlen: Mit rund 4000 Fahrzeugen am Tag ist auf dieser Strecke doppelt so viel Verkehr unterwegs wie auf der Straße von Schöffelding nach Eresing. Umfahrung Eresing? Landrat Walter Eichner erklärte in der Verhandlung, dass eine Aufstufung der Ortsverbindung seiner Ansicht nach nur dann sinnvoll sei, wenn sie Teil einer großräumigen Umfahrung von Eresing wäre. Damit sprach er ein in der Gemeinde seit eh und je heiß diskutiertes Thema an. Zuletzt war eine Umgehungsstraße im Jahr 2006 in einem Bürgerentscheid knapp abgelehnt worden. Die Bindungsfrist für diese Entscheidung ist allerdings abgelaufen.

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