Architektour im Stadtwerk

Gelungen: Integration der wertvollen alten Mauern in die Entstehung eines zeitgemässen, lichtdurchfluteten und offenen Kundenzentrums der Stadtwerke Landsberg. Foto: Hank

Wenn am kommenden Samstag und Sonntag im Rahmen der bayernweiten Architektouren als besonders gelungen erachtete Bauprojekte der vergangenen drei Jahre zu besich­- tigen sein werden, sind die Stadtwerke Landsberg mit von der Partie. Die neue Zentrale in der Epfenhausener Straße mit Kundenzentrum, Büro-, Verwaltungs- und Lagerräumen und Sitzungssaal ist in der Leistungsschau der Architekten berücksichtigt.

Vor sechs Jahren waren die Stadtwerke schon einmal bei den Architektouren vertreten, damals mit dem Projekt „Teufelsküche“. Das Ausflugslokal bei Pitzling war im Zuge der Erneuerung der Trinkwasserversorgung errichtet worden. Mit ihrem jüngsten Bauvorhaben zeigen die Stadtwerke laut Vorstand Norbert Köhler, wie harmonisch Vergangenheit und Zukunft der Gegenwart Hand in Hand Raum geben können. Die Erweiterung der Aufgabenfelder der Stadtwerke – Vertriebes von Strom und Gas sowie Betrieb des Stromnetzes – verlangte eine Erweiterung der räumlichen Gegebenheiten. Den neuen Anforderungen entsprechend sollten ein für den öffentlichen Publikumsverkehr ansprechendes Kunden-Center, ein Sitzungssaal, Büroräume und ausreichend Kapazität zum Einlagern von Materialien des Strom­netzes unter einem Dach Platz finden, blickt Köhler zurück. Während der Planungsphase wurde neben der Erwägung eines kompletten Neubaus an anderem Standort die Möglichkeit der Revitalisierung des am bisherigem benachbarten alten Bauhofstadels untersucht. Trotz der großen Herausforderung im behutsamen Umgang mit dem teilweise denkmalgeschützten alten Bestand erwies sich diese Idee als die bessere Lösung; als die kostengünstigere ermöglichte sie ein Verbleiben am gewohntem Stand­ort, andererseits wurde ein altes, vor sich hin siechendes, marodes Gebäudes wieder mit Leben erfüllt, revitalisiert. Diese vom Bauherrn gesteckten Ziele habe Johann Müller-Hahl und seine Mitarbeiter vom Bureau für Architektur in Landsberg-Reisch umsetzen können, lobt der Stadtwerke-Vorstand. Sensibel sei das Büro auf Empfehlungen des Gestaltungsbeirates und die geschichtlichen Hintergründe des Gebäudes als eines des ehemaligen Spitalgutes eingegangen.

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