Mit Mathe in die Zukunft

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Alfred Lippl (46) ist seit dem 22. Februar der neue Schulleiter des Ammersee Gymnasiums.

Dießen – Der Arbeitstag von Schulleiter Alfred Lippl beginnt früh: Um 6.45 Uhr steigt er in seinem Heimatort Germering ins Auto, um pünktlich vor Schulbeginn am Ammersee Gymnasium in Dießen anzukommen. Seiner guten Laune tut das keinen Abbruch: „Nach den ersten zwei Wochen an meinem neuen Arbeitsplatz kann ich sagen, ich wurde sehr freundlich und unvoreingenommen am Ammersee Gymnasium aufgenommen“, betont der 46-jährige Schulleiter.

Derzeit, so Lippl, sei er noch damit beschäftigt die Schule kennenzulernen. „Wenn man in ein bestehendes System hineinkommt, muss man eben erst mal schauen, wie es aufgebaut ist und wie es funktioniert“. Neben dem engen Kontakt zum Kollegium konnte der neue Schulleiter bereits erste Gespräche mit der SMV, dem Elternbeirat und anderen Gruppierungen führen, die am Schulleben beteiligt sind. Auch zu einem Rundgang durch die Klassen hat er sich Zeit genommen. „Das hat sich gut angefühlt. Schließlich sollen die Schüler nicht nur sehen, wie ich durch ihr Schulhaus laufe, sondern sie sollen auch Gelegenheit haben, mit mir zu sprechen.“ Wünsche und Anliegen die bislang an ihn herangetragen wurden hat sich Lippl notiert. Das ein oder andere möchte er am Mittwoch bei einem ersten persönlichen Gespräch mit Landrat Thomas Eichinger besprechen.

Ganz besonders freut sich der Vater von zwei Kindern darüber, dass ihm Zeit bleibt, zwei Stunden pro Woche selbst zu unterrichten. Von seinem Vorgänger Klaus Rechenberger hat er die Mathematik-Intensivierungsstunden in einer fünften Klasse übernommen. „Es ist interessant zu sehen, was die Kinder mitbringen, wenn sie zu uns aufs Gymnasium kommen“.

Ins Schwärmen gerät der Schulleiter, wenn man ihn auf seine Fächer Mathematik und Physik anspricht. „Physik und Mathematik sind für mich Sprachen. Mit Physik kann man Naturphänomene beschreiben, mit Mathematik Zahlen und Größen. Beide haben ihre Grammatik, beide haben ihre Gesetze.“ Und man könne mit diesen Disziplinen nicht nur in der Gegenwart arbeiten, sondern sogar in die Zukunft blicken, meint der Pädagoge. So seien zum Beispiel Satellitenbahnen ebenso berechenbar wie der demographische Wandel. „Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft, das ist schon sehr spannend“. In die Zukunft des Ammersee Gymnasiums blickt der neue Schulleiter optimistisch, freuen würde er sich über den Bau des seit langem geplanten Bootshauses: „Das Bootshaus wäre sicherlich ein neuer, wesentlicher Impuls für unser Schulprojekt Rudern“. Die wasserrechtliche Erlaubnis des Bootstegs war am Montagabend bereits Thema im Dießener Bau- und Umweltausschuss.

Tendenzen, dass es am Ammersee Gymnasium ein Zurück zum G9 geben wird, sieht Lippl derzeit nicht: „Das ASG wurde als G8-Gymnasium geboren und in diesem neuen Modus aufgebaut. Das ist gelungen, es läuft gut und ich denke, dass man nach den Anfangsjahren seit 2006 genau weiß, wie man G8 organisieren muss.“

Lippls Kinder besuchen derzeit die sechste und die achte Jahrgangsstufe seiner früheren Wirkungsstätte, des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering. Der Naturwissenschaftler war dort seit 2006 als stellvertretender Schulleiter tätig. Seine Frau unterrichtet am Albert-Einstein-Gymnasium in München Deutsch und Latein.

Ursula Nagl

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