Container am Wasserhaus

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Das Areal des alten Wasserhauses bietet die Gemeinde Geltendorf dem Landratsamt als Wohncontainer-Standort für Flüchtlinge an.

Geltendorf – Bei der Standortsuche für eine Flüchtlingsunterkunft ist die Wahl auf das Grundstück am alten Wasserhaus gefallen. Der Gemeinderat beschloss, die Fläche dem Landratsamt für eine Containersiedlung vorzuschlagen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Der Festplatz am Bürgerhaus bleibt damit frei.

Wäre es nach den Fraktionen von Grünen und ÖDP gegangen, hätten sowohl das Grundstück am Wasserhaus als auch der Festplatz Container-Standorte werden sollen. Sie plädierten für zwei kleinere Unterkünfte à 20 Personen. Dies erleichtere die Integration und sei auch im Sinne der Anwohner. „Eine zentrale Ansiedlung ist nicht zielführend“, argumentierte Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP). 

Da der Landkreis eigentlich keine Container für weniger als 40 Bewohner errichten will, solle die Gemeinde mögliche Mehrkosten übernehmen. Mit 5:16 Stimmen lehnten die Ratsmitglieder diesen Vorschlag ab. Rund 100 Zuschauer verfolgten die Diskussion, die ausnahmsweise im Saal des Bürgerhauses stattfand. Zuvor war das Thema auch im Bauausschuss behandelt worden, der sich jedoch auf keine Empfehlung hatte einigen können. Gegen den Festplatz sprach aus Sicht der Gemeinderatsmehrheit, dass hier mittelfristig die neue Sporthalle gebaut werden soll. 

Die Frage Dr. Barbara Müllners (ÖDP), ob nicht Halle und Container auf das Grundstück passen, wurde verneint. Horst Kürschner (Grüne) befürchtete, dass die Fläche am Wasserhaus sich als ungeeignet erweisen werde, weil auf dem Gelände ein Rückhaltebecken für das Oberflächenwasser der Bahnhofstraße liege. Konkret sei jedoch ein höher gelegener Bereich zwischen Wasserhaus und Straße für den Container angedacht, erklärte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger). Rathaus-Geschäftsführer Florian Hänle kündigte einen vorgezogenen Scoping-Termin mit den Trägern öffentlicher Belange an. Prinzipiell habe das Landratsamt schon Zustimmung zur Schaffung von Baurecht signalisiert. Die Fläche liegt im Außenbereich. 

In der Turnhalle? 

Christian Scheifele (CSU) forderte, vorsichtshalber die Turnhallen in Walleshausen und Kaltenberg für die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten, falls kurzfristig eine Zwangszuweisung komme. Die Anregung wurde nicht weiter behandelt. Allerdings wies Wolfgang Albertshofer (SPD) darauf hin, dass die Kaltenberger Halle nicht der Gemeinde gehöre, sondern dem örtlichen Sportverein TTC.

Ulrike Osman

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