Auch Hilti führt die Kurzarbeit ein – Sechs Monate lang 20 Prozent weniger arbeiten

Die Finanzkrise ist jetzt bei Hilti angekommen: die Produktionsstätten sind nicht mehr ausgelastet, seit heute ist Kurzarbeit im Kauferinger Werk. Zurückzuführen ist das in erster Linie auf den starken Auftragsrückgang im Ausland.

Geplant ist, die Kurzarbeit zunächst für sechs Monate durchzuführen und die Arbeitszeit für rund 400 Beschäftigte um etwa 20 Prozent zu verkürzen. Allerdings ist die Unterauslastung in den einzelnen Produktionsbereichen momentan unterschiedlich. Entsprechend werde die Arbeitszeitver- kürzung im Kauferinger Werk flexibel gehandhabt und die Arbeitspläne an der aktuellen Auftragslage ausgerichtet, so Pressespre- cherin Jessica Nowak. Dabei stehe im Vordergrund, die Qualität und Lieferbereitschaft für die Hilti Produkte zu sichern und wichtige strategische Projekte weiter aufrecht zu halten. Der Geschäftsführer des Kauferinger Werks, Dr. Thomas Berden, erklärt: „Für uns ist die Kurzarbeit ein geeignetes Instrument, um die Unterauslastung in unserer Produktionsstätte zu überbrücken, ohne unsere Arbeitsplätze langfristig in Gefahr zu bringen.“ Man sei auf die Verkürzung gut vorbereitet gewesen und habe für die Mitarbeiter zusammen mit dem Betriebsrat Regelungen ausarbeiten können, die „sogar über das tarifliche Maß hinausgehen“. An den Ausbauplänen für die Produktionshalle sowie die Ausbildungseinheit am Standort Kaufering ändere sich nichts. „Das ist eine langfristig angelegte und stra- tegisch ausgerichtete Maßnahme“, kommentiert der Geschäftsführer und ergänzt: „Trotz der derzeit angespannten Situation ist es wichtig, auch die künftige Entwicklung unseres Unternehmens im Blick zu behalten und sowohl kosten- als auch wachstumsorientiert zu denken. Nur so können wir als Unternehmen nach der Krise gestärkt voranschreiten.“ Da die Hilti-Werke im Verbund für den weltweiten Bedarf fertigen, schlägt sich die schwierige Situation besonders in der Auftragslage der Produktionsstätten nieder. So ist derzeit das Thema Kurzarbeit in den beiden Werken in Liechtenstein seit März aktuell, in den Werken in Österreich und in Strass bei Ulm wird ebenfalls zum 1. April mit Kurzarbeit begonnen.

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