Aufnahmen von damals und heute

Es sind keine Bilder, die Bewegung zeigen. Doch gerade das macht den Reiz der Fotografien aus, die ab dem morgigen Dienstag im Landratsamt Landsberg zu sehen sind. Eduard Haertinger (1891 - 1974) hat überwiegend Gebäude- und Ortsansichten abgelichtet, womit der Architekt und leidenschaftliche Fotograf Interessierten einen anschaulichen Blick in die Geschichte ermöglicht. Die Ausstellung „Bilder aus Bayern“ zeigt einen kleinen Teil von Haertingers Werken – darunter auch Bilder aus Landsberg und der Umgebung der Lechstadt.

Landrat Walter Eichner, Martin Wölzmüller, Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, und der Sohn des Künstlers Wolfgang Hartinger eröffnen am Dienstagabend die Ausstellung, die noch bis 17. September Besucher ins Landratsamt locken soll. Über 13000 Schwarz-Weiß-NegativGlasplatten und Dia-Negative umfasst das komplette fotografische Erbe, das Hartings Familie dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege überlassen hat. Die Fotos, die der Architekt, Zeichner und Aquarellmaler vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu seinem Tod 1974 aufgenommen hat, zeigen uberwiegend Orts- und Gebäudeansichten, Außen- und Innensituationen von Sakral- und Profanbauten, Architekturdetails und volkskundliche Gegenstände sowie in großer Zahl weiträumige, oft karg anmutende, aber höchst beruhrende Landschaften. Bilder der Veränderung Die Ausstellung zeigt nur eine kleine Auswahl von Haertlingers Werken, stellt diesen dafür aber aktuelle Aufnahmen der abgebildeten Bauwerke und Orte gegenüber. Man wolle damit dem Betrachter Veränderungen im Kultur- und Lebensraum Bayerns aufzeigen, teilt der Landesverein mit. Veränderungen, die sich mancherorts in Verlust, Zerstörung, und Verschandelung äußern würden, oft aber auch darstellen, wie mit viel Engagement und gemeinschaftlichem Willen Heimat bewahrt und neu gestaltet worden sei. Eduard Haertinger wurde 1891 in Munchen geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule Munchen. Seit seinem 16. Lebensjahr haben Haertinger die Bildende Kunst und die kunstlerische Fotografie als Leidenschaft begleitet. 1927 trat er eine Stelle als Architekt bei der Reichspostdirektion Augsburg an; 1942 wurde er zum Postbaurat ernannt und ubernahm die Leitung der Hochbauabteilung der Reichspostdirektion Klagenfurt. Nach Kriegsende 1945 trat er in den Ruhestand, war jedoch weiter freiberuflich als Architekt tätig.

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