Der nächste Schritt zum Bürgerzentrum

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Von der Hangkante betrachtet: Blick auf die Flächen für Bürger- und Vereinszentrum sowie für Sportplätze im Freien.

Denklingen – Eigentlich war es nur Formsache: In Denklingen ist der Beschluss gefasst worden, den Bebauungsplan mit dem Namen Bürger- und Vereinszentrum aufzustellen. Mit den Arbeiten für die Planung haben die Gemeinderäte das Architekturbüro Reiser aus München beauftragt.

Der Bebauungsplan umfasst ein Gebiet von knapp 13 Hektar. Die Fläche befindet sich südöstlich des Ortskerns. Auf den Bereich des Bürger- und Vereinszentrums am Buchweg entfallen zwei Hektar. Dabei ist nicht nur das langgezogene Gebäude inbegriffen, sondern es sind auch der Festplatz, die Parkplätze, Wege, Grünflächen und Ausgleichsflächen mitgerechnet.

Im südlichen Bereich liegt das Areal mit den Sport- und Spielflächen. Es umfasst knapp zehn Hektar, an der Südwestseite verbleibt ein Rechteck für die landwirtschaftliche Nutzung, Es soll zugleich als Immissionsschutz dienen zu der angrenzenden Bebauung.

Wie berichtet, hat nach dem Architektenwettbewerb im Jahr 2015 und nach Prüfung weiterer Kriterien zur Leistungsfähigkeit der drei Preisträger das Büro Köhler Architekten aus Gauting zusammen mit den Landschaftsarchitekten „Die Grille“ aus Penzberg den Zuschlag für das Millionenprojekt Bürger- und Vereinszentrum erhalten.

Der Bebauungsplan Bürger- und Vereinszentrum war neulich auch kurz im Fuchstaler Gemeinderat ein Thema, weil Nachbarkommunen dazu eine Stellungnahme abgeben können. Bürgermeister Erwin Karg, der in Denklingen aufgewachsen ist, kommentierte mit einem Schmunzeln, dass man in Denklingen auf seine Eltern Rücksicht genommen habe, indem vor ihrem Haus eine Fläche für die Landwirtschaft berücksichtigt worden sei, um so dem Abstand zu den Sportplätzen und dem Lärmschutz Rechnung zu tragen.

Auf eine Nachfrage aus dem Fuchstaler Gemeinderat, warum weiter im Osten zusätzlich eine Fläche mit dem Begriff „langfristiges Erweiterungspotenzial für Sport und Gemeinbedarf eingezeichnet sei, hatte der Fuchstaler Rathauschef prompt eine – nicht ganz ernst gemeinte – Antwort parat. Dort könne dann ein Stadion gebaut werden, wenn die Denklinger Fußballer – die heuer übrigens mit einem furiosen 7:0-Sieg in die Kreisliga gestartet sind – mal in die zweite Liga aufsteigen.

Johannes Jais

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