Auf Auftaktsieg folgt Ernüchterung

Kein Durchkommen: Sandor Schmid (vorne) und seine Mannschaftskollegen mühten sich gegen Kirchheims Abwehr oft vergeblich. Foto: Krivec

Nach dem Höhenflug am letzten Wochenende gab es für die Landsberger Handballer nun eine schmerzhafte Landung. Bei der Heimspielpremiere gegen die HSG Kirchheim/Anzing musste sich der Landesligist am Samstag unerwartet mit 20:23 Toren geschlagen geben. Die Gastgeber fanden zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel und ließen vor allem Konzentration und Entschlossenheit vermissen. Kirchheim dagegen nutzte die Landsberger Fehler clever zum Sieg.

Von Beginn an wirkte das Landsberger Spiel fahrig, es fehlte an der notwendigen Präzision. Die Gastgeber standen zwar in der Abwehr einigermaßen gut, hatten aber im Angriff erhebliche Probleme, gerade aus dem Rückraum kam fast nichts. Stattdessen gab es immer wieder Fehlpässe und unvorbereitete, unpräzise Würfe, die die Kirchheimer zu ihren schnellen Gegenstößen und der Führung nutzen konnten. Da aber auch dem Gegnern ansonsten nicht allzu viel einfiel, konnte man sich langsam wieder heranarbeiten. Mit einem sicher abgeschlossenen Gegenstoß erzielte Pascal Müller sein erstes Tor für Landsberg und brachte seine Mannschaft auf 6:7 heran (21.). Aber die Gäste nutzten nun Strafzeiten auf Landsberger Seite und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf 7:11 aus. Im zweiten Durchgang erzielte der TSV schnell den Anschlusstreffer und man konnte auf eine Wende im Spiel hoffen. Der Wille war zu sehen, doch es hackte einfach im Landsberger Spiel. Und wenn man dann mal zum Wurf kam, hielt der Gästetorwart alles, was zu halten war und noch mehr. An ihm kam man in dieser Phase kaum vorbei. Die Gäste dagegen nutzten die Gelegenheit, ihr schnelles Spiel aufzuziehen und setzten sich auch individuell immer wieder durch (39./9:15). Zwar kam dann langsam etwas Ordnung ins Landsberger Spiel und man versuchte sichtlich, sich noch einmal heran zu kämpfen, die große Wende wollte jedoch nicht gelingen. Das spielerische Können der Gastgeber blitzte zwar immer wieder mal auf – mit ein paar schönen Kreisanspielen konnte man verkürzen –, aber die Gäste hielten mit viel Einsatz den Abstand und nahmen so zum ersten Mal aus Landsberg die beiden Punkte sicher mit nach Hause. Wirklich „not amused“ war der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat es heute von Anfang an nicht geschafft die nötige Spannung und Konzentration aufzubauen. Vielleicht steckte doch noch der Höhenflug vom Spiel in Unterhaching in den Köpfen. Aber jedes Spiel beginnt wieder bei null. Da konnte sich die Mannschaft heute einfach nicht freimachen und ihr Potential aufs Parkett bringen.“ An diesem Tage habe einfach die Konstanz gefehlt, analysierte der Trainer weiter. Dass mit Tomas Schwirkmann einer der Leistungsträger aus Verletzungsgründen hatte passen müssen, sei deutlich zu merken gewesen. „Er hätte uns mit seiner Ruhe und Erfahrung helfen können.“ Jetzt gegen Immenstadt Am nächsten Sonntag geht es gegen den TSV Immenstadt, der auch eine ausgeglichene Punktebilanz hat. Der TSV musste zuletzt zwar in Niederraunau eine deutliche Niederlage hinnehmen, ist zu Hause aber immer eine Macht. TSV Landsberg: Lerch (5), Friedrich (4), M. Müller (3), Bartl (2/2), Eisen (2), R. Müller, P. Müller, Götsch, Schmid, Neubauer (je 1), Schubert, R. Schwirkmann, Messner, Stark.

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