Ausgezeichnete Azubis – IHK ehrt ihre 27 erfolgreichsten Prüflinge

336 Auszubildende aus den Landkreisen Weilheim-Schongau und Landsberg haben im Winter 2009/10 die Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) bestanden. Für sie veranstaltete das zuständige IHK-Gremium eine Abschlussfeier in den Räumen der Firma Hilti in Kaufering.

Die 27 erfolgreichsten Prüflinge mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser wurden besonders geehrt. Nach der Premiere im vergangenen Herbst war dies erst die zweite Feier dieser Art. IHK-Geschäftsführer Klaus Hofbauer ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass der große Erfolg eine neue Tradition begründet habe. Auch der Politik liege erfolgreiche Berufsausbildung am Herzen, betonte der Landsberger Landrat Walter Eichner in seinem Grußwort. Da die beruflichen Schulen einen solchen Boom erlebten, sei für sie „das Beste gerade gut genug“. Ernestine Steckenleiter, Ausbildungsleiterin bei Hilti, bescheinigte den frisch gebackenen Fachkräften aus insgesamt 24 kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen Fleiß, Zielstrebigkeit und Kompetenz. Bildung und Weiterbildung seien der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg der Region, unterstrich IHK-Vizepräsidentin Heidrun Brugger. „Unsere heimische Wirtschaft tut gut daran, kontinuierlich in den Nachwuchs zu investieren, denn topqualifizierte Mitarbeiter gibt es nicht auf Knopfdruck.“ 30 Prozent aller in Bayern bestehenden Ausbildungsverträge würden in Oberbayern geschlossen, berichtete Brugger. Doch auch hier könne manche Lehrstelle mangels geeigneter Bewerber nicht mehr besetzt werden. Die größte „Baustelle“ sei die Ausbildungsreife der Schulabgänger und die Tatsache, dass Jahr für Jahr fast 10000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. Hier müsse der Staat wesentlich früher für bessere Betreuung und Förderung sorgen, forderte Brugger. Es sei unhaltbar, dass man sich die teure Nachqualifizierung leiste, statt auf die wesentlich effizientere Frühförderung zu setzen. Für viele Jugendliche gehe wertvolle Lebenszeit in Warteschleifen verloren. Mit dem Extremsportler, Unternehmer und Motivationscoach Hubert Schwarz hatte die IHK einen außergewöhnlichen wie unterhaltsamen Gastredner eingeladen. Schwarz berichtete von seinen Extrem-Radtouren - in 80 Tagen um die Welt, in zehn Tagen quer durch die USA - und machte deutlich, worauf sein Erfolg beruht: „Man muss sich große Ziele setzen, sich anstrengen, seine Komfort-Zone verlassen.“ Als Prüfungsbeste wurden 17 Absolventen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau und zehn aus Landsberg mit einer Urkunde ausgezeichnet. Dazu bekamen sie als Motivation, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, einen Weiterbildungsgutschein.

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