Regierung schwenkt um:

Grünes Licht für die neue B17-Tanke?

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Es sieht gut aus für die B17-Tankstelle am „Landgasthof Lustberg“: Die Regierung von Oberbayern keine Einwände mehr gegen das Vorhaben auf Denklinger Flur.

Denklingen – Die geplante Tankstelle am „Landgasthof Lustberg“ an der B17 scheint nun doch realisierbar. Das Projekt eines privaten Investors stand, wie im KREISBOTEN berichtet, zunächst auf der Kippe, da die Regierung von Oberbayern im Rahmen ihrer Stellungnahme als „Träger öffentlicher Belange“ einen gravierenden Einwand gegen die Planung vorgebracht hatte. Davon ist sie nun abgerückt.

Dem Sinneswandel der Regierung von Oberbayern waren Gespräche mit Denklingens Gemeindeoberhaupt und dem Investor vorausgegangen. Bür- germeister Michael Kießling sagte auf Anfrage des KREISBOTEN, dass im zweiten Anhörungsverfahren die Einwände nicht mehr aufgeführt seien. Nunmehr sei die Gemeinde in der Vorbereitungsphase für die Beschlüsse über das erste Anhörungsverfahren.

Konkret ging es bei dem Einwand der Regierung von Oberbayern um die Nichteinhaltung des sogenannten „Anbindungsgebotes“. Darunter versteht man, dass ein Baugebiet an eine bestehende Siedlung anschließen muss. Außer an Autobahnen darf nichts in die freie Landschaft gesetzt werden. Die bereits vorhandene Raststätte schien damals der Regierung nicht ausreichend. Darüber hinaus gab es einen weiteren gravierenden Einwand wegen der straßentechnischen Anbindung an die B17. Bürgermeister Kießling bestätigte vergangene Woche, dass darüber inzwischen ein Gutachten auch bei der Gemeinde vorliege.

Von Denklinger Seite gab es von Anfang grünes Licht für das Projekt. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Denklingens alter Gemeinderat seine Zustimmung für den Bau einer neuen Tankstelle am „Landgasthof Lustberg“ gegeben. Der Flächennutzungsplan, der das betroffene Gebiet bisher als landwirtschaftliche Fläche ausweist, wurde geändert und als „Sondergebiet Tankstelle Lustberg“ ausgewiesen. Ferner stellte man einen Bebauungsplan auf – bei einer Gegenstimme.

Der nächste Schritt, so Rathauschef Kießling, seien Gespräche mit dem Investor, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Über den Bauantrag muss nach Auskunft des Landsberger Landratsamtes das Gewerbeaufsichtsamt München- Land entscheiden. Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung ist, dass alle Verfahren der Bauleitplanung ordnungsgemäß abgeschlossen sind.

Siegfried Spörer

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