Jama ko! Kommt zusammen

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Malischer Blues im Stadttheater: Bassekou Kouyaté und seine Band Ngoni Ba.

Landsberg – Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten „Weltmusik“, seine Alben wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet: der malische Musiker Bassekou Kouyaté. Am Sonntagabend riss er mit seiner Band Ngoni Ba das Publikum im Stadttheater zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Mali sei ja bekanntlich die Wiege des Blues, erklärte Edmund Epple, Musikprogramm-Macher des Stadttheaters, zu Beginn. Und so boten die sieben Musiker eine mitreißende Mischung aus melancholischen Blues, uralten Klängen der Griot-Kultur und mitreißenden Rhythmen. Unglaublich, welche Töne und Klangfolgen sich dieser afrikanischen Bogenharfe (Ngoni) entlocken lassen, fein schwingende Melodien und atemberaubende Riffs, die an den legendären Jimi Hendrix erinnern, dazu die sirrende Stimme Amy Sackos, der Ehefrau Bassekou Kouyatés.

Überhaupt ist diese Band ein Familienunternehmen, erzählt der Musiker. Neben seiner Frau stehen auch die beiden Söhne auf der Bühne (beide spielen Ngoni), zwei seiner Brüder (Ngoni und Percussion), dazu sein Neffe, dessen sportliche Höchstleistung mit Yabara und Talking Drum zu fassungslosem Staunen hinriss. Können sich Hände so schnell bewegen? Die Songs erzählen Geschichten, entspannen sich wie Dialoge, beziehen auch, wie Bassekou Kouyaté betont, klar Stellung zur politischen Situation in Mali, werben für ein Miteinander der Kulturen und Religionen, nicht umsonst heißt das neue Album „Jama ko – Kommt zusammen“.

Erzähler und Sänger

Bassekou Kouyaté entstammt einer angesehenen Griot-Dynastie, deren Angehörige traditionelles Wissen als Geschich- tenerzähler und Sänger übermitteln. Gleichzeitig gilt er als Erneuerer, da in seiner Band, dem ersten Ngoni-Ensemble überhaupt, statt einer oder zwei Ngonis, mehrere in verschiedenen Tonlagen musizieren. Doch die Wurzeln sind immer da, viele seiner Songs habe bereits sein Großvater gespielt. Ein kleiner Wermutstropfen für die Fans: nach einer Zugabe der „Youngsters“ der Familie, die damit den Älteren mühelos die Show stahlen, ließ sich Bassekou Kouyaté auch vom Beifall nicht mehr auf die Bühne locken…

Patricia Eckstein

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