"Investition in die Zukunft"

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Die Umzugspläne nach Kaufering sind für die Besitzer des „Autopark Landsberg“ eine große Herausforderung: Wolfgang Deger, Alexandra Deger und Sohn Sebastian Styppa.

Kaufering – Der Bauausschuss der Marktgemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Neubau eines Autohauses im Gewerbe- gebiet an der Augsburger Straße neben der Shell-Tankstelle gegeben. Dieser Punkt stand bereits im letzten Jahr auf der Tagesordnung, war jedoch wegen einer ungeklärten Verkehrsführung vertagt worden. Wer hinter dem Bauantrag steckt, wollte Kauferings Bürgermeister Erich Püttner dem KREISBOTEN allerdings nicht verraten.

Es ist die Firma „Autopark Landsberg“, die seit 10 Jahren in der Augsburger Straße in Landsberg neben dem Burger-King-Restaurant ihren Sitz hat. Das familiengeführte Unternehmen betreibt neben dem markenfreien Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen auch eine Werkstatt mit Boschdienst. Die Inhaber Wolfgang und Alexandra Deger zeigten sich im Gespräch mit unserer Zeitung sehr zufrieden mit ihrer Standortwahl. „Für uns ist das eine Investition in die Zukunft“, begründete Alexandra Deger den Schritt, der auch den Kindern zu Gute kommen soll. 

Nach ihren Worten gibt es gute Gründe, die für den neuen Standort Kaufering sprechen. Dazu gehört, in guter Lage in einem modernen energiesparendem Gebäude zu arbeiten. Auch die Bahnhofsnähe sei im Hinblick auf die Pendler ein großer Vorteil von Kaufering. Gegen Landsberg spräche das alte Werkstattgebäude, das nicht mit einem modernen Werkstattbetrieb und dem hochmodernen Boschsystem zusammenpasse. Oft werde die Werkstatt überhaupt nicht wahrgenommen, da sie im hinteren Teil des Grundstücks liege, sagte Alexandra Deger. 

Die Verträge mit Kaufering seien sehr kurzfristig zustande gekommen, lobte Wolfgang Deger. Dabei sei die Marktgemeinde sehr kooperativ gewesen. Mit der Änderung der Planung für eine Wendemöglichgkeit für LKWs auf dem Grundstück habe der Planer die Bedenken der Marktgemeinderäte im Bauausschuss ausgeräumt. Dieser stimmte dann auch einstimmig zu. „Wir haben überlegt, ob wir den jetzigen Standort zusätzlich zu Kaufering erhalten sollen“, betonte Wolfgang Deger, „haben uns aber wegen der veralteten Gebäudes mit den hohen Betriebskosten dagegen entschieden“. Da der Mietvertrag in diesem Jahr ausläuft, passe die Entscheidung. 

Der Zeitplan von Familie Deger sieht vor, im März mit dem ersten Spatenstich zu beginnen. Bereits Mitte des Jahres soll dann der Umzug in das neue Gebäude sein. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen ein Ausstellungsraum, Werkstatt und Verwaltungsräume. Hinzu kommt eine Halle für die Reifeneinlagerung der Kunden. Die Genehmigung des Landratsamtes zum Bauantrag liegt auch vor. Es war eine Befreiung von der auf 15 Meter begrenzten Anbauzone notwendig, da das Grundstück direkt an der alten B17 liegt. 

Für die Kunden aus Landsberg und Umgebung soll der neue Standort keine Nachteile bringen. Alexandra Deger betonte, man werde natürlich den Hol-und Bring-Service aufrecht erhalten sowie weiterhin Werkstattersatzwagen anbieten. Neu ist auf jeden Fall eine Kooperation mit dem benachbarten Fahrradhändler Zimmer. Kunden, die ihr Auto zur Reparatur bringen, können sich ein E-Bike oder einen Elektroroller mieten. 

Neun Mitarbeiter einschließlich der Familienmitglieder sind beim „Autopark Landsberg“ tätig. Zukünftig will sich das Unternehmen „Autopark Landsberg – Kaufering“ nennen. Nach Auskunft von Firmenchef Wolfgang Deger habe man auch eine Reihe von Kooperationsverträgen mit Unternehmern aus Landsberg, beispiels- weise für Fahrzeugaufbereitung, Lackierarbeiten oder Hagelschadenbeseitigung.

Siegfried Spörer

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