Bauland ist beschlossene Sache

Hier links im Bild soll das Baugebiet „Am Esele“ entstehen. Bürgermeister Georg Epple (links) und der zuständige Architekt Dietmar Hörner zeigen den Bebauungsplan. Foto: Schmid

– Für junge Familien möchte die Gemeinde Apfeldorf neues Bauland bereitstellen: Dazu soll im Esele östlich der Birkländer Straße ein neues Baugebiet ausgewiesen werden. Allerdings verlangte der Gemeinderat erst einmal eine konkrete Kostenaufstellung, bevor er die Pläne absegnen wollte. Da diese zunächst noch nicht vorlag, kam es zuerst einmal zu einer angeregten Diskussion im Gemeinderat.

Die Debatte im Gemeinderat entfachte Peter Rohe, welcher kritisierte: „Wir sollen hier abstimmen, ohne die genauen Kosten zu haben.“ Für Rohe war wichtig: „Die Bauplätze dürfen nicht mehr kosten, als die Gemeinde dafür einnimmt“. Man müsse genau wissen, was ein Platz am Ende koste und wie viel man für einen Platz erzielen könne. Bürgermeister Georg Epple erinnerte daran, dass er bereits im April eine Kostenschätzung, die auf Erfahrungswerten beruhe, abgegeben habe. Die „Erfahrungswerte“ waren Rohe aber zu wenig konkret: Er forderte eine genauere Kostenberechnung. Epple meinte jedoch: „Wir müssen erst planen, und dann haben wir die genauen Kosten“. Zudem fürchtete Epple, dass manche Bauwerber in der Zwischenzeit vielleicht wieder abspringen könnten, wenn sich die Planungen jetzt verzögern würden. Aber auch Robert La Rosa plädierte dafür, lieber im Vorfeld die Kosten einzuholen. Neben der gesamten Infrastruktur des Baugebietes werden auf die Gemeinde zusätzlich noch Kosten für die Verlegung einer 20kV-Leitung, welche durch das Baugebiet verläuft, zukommen. Heinrich Keller warnte davor, einfach über das Projekt abzustimmen und schlichtweg darauf zu hoffen, dass sich die Erfahrungswerte dann schon bewahrheiten würden. Er verglich die Vorgehensweise mit der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen, wo am Ende die Kosten explodierten. Hinsichtlich der Preise, welche die Gemeinde dann in Abhängigkeit von den Kosten für die Bauplätze letztendlich verlangen muss, gab Vizebürgermeisterin Rosi Beinhofer zu bedenken: „Es ist auch entscheidend, ob sich junge Familien aus Apfeldorf die Bauplätze dann überhaupt leisten können.“ Auf Wunsch des Gemeinderates wurde schließlich erst der Architekt beauftragt, die Kosten vorab zu ermitteln. Da Epple verhindern wollte, dass die Planung dadurch weiter verzögert, berief er jetzt schließlich nochmals eine außerplanmäßige Sitzung ein, um dem Gemeinderat die genauen Kosten mitzuteilen. Demnach betragen die Erschließungskosten für das gesamte Baugebiet 452.000 Euro (dazu kommen noch rund 55.000 Euro für die Verlegung der Leitung). Mit drei Gegenstimmen stimmten die Räte am Ende dann schließlich dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss zu. Allerdings verlangten einige Räte, dass noch weitere Kosten, insbesondere für einen Regenwasserkanal, noch auf die Grundstückskäufer umgelegt werden müssten.

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