Lückenschluss abgelehnt

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Am Neuwäldleweg in Dienhausen. Nördlich der Straße die freien Flurstücke mit Platz für drei, höchstens vier Grundstücke.

Dienhausen – Konträr sind die Ansichten dazu, ob in der Ortschaft Dienhausen nördlich des Neuwäldleweges, der an der Straße von Denklingen nach Schwabsoien nach Westen zur Anhöhe abzweigt, zwei Flurstücke bebaut werden dürfen. Doch eine Entscheidung musste her. Und es gibt sie seit der Sommersitzung des Denklinger Gemeinderates. Der Lückenschluss ist abgelehnt worden.

Die Abstimmung ist mit neun zu sechs Stimmen ausgegangen. Die Mehrheit war also dagegen, mit dem „Instrument“ der so genannten Einbeziehungssatzung auf den beiden Flurnummern Baurecht zu schaffen, wie es der Grundstückseigentümer Matthias Martin aus Dienhausen beantragt hatte. Zuvor hatte das Landsberger Landratsamt dessen Ansinnen bereits negativ beschieden.

Kontrovers sind die Ansichten vor allem dazu, ob die Flurstücke am Neuwäldleweg zum Außenbereich zu zählen sind oder ob das Areal als Innenbereich zu werten ist. Eine Einbeziehungssatzung könnte die zweite Variante ermöglichen. Doch dazu kommt es nicht mehr.

Gemeinderat Maximilian Ebner von der Dienhauser Liste war dafür, die Einbeziehungssatzung auf den Weg zu bringen. Fraktionskollege Johannes Schelkle argumentierte, woanders müsse man erst wertvollen Grund erschließen, um neue Bebauung in der Gemeinde zu ermöglichen. „Mir pflastern alleweil no mehr zu“, fügte er hinzu. Und am Neuwäldleweg in Dienhausen, wo auf der anderen Straßenseite schon Häuser stehen und wo die Straßen schon da sind, sei man nicht in der Lage, einen Lückenschluss zu vollziehen. Zweiter Bürgermeister Norbert Walter sprach von einem „Grenzfall“. Deutlicher wurde Anita Gropp. Sie bekundete, wenn die Gemeinde die Grundstücke in der Hand hätte, sei das anders zu beurteilen als bei Privaten. Stephan Egner sagte: „In meinen Augen geht das gar nicht“. Anton Stahl gab zu bedenken, die Möglichkeit zum Lückenschluss gäbe es oft in Dienhausen und Denklingen. Wenn da jeder mit so einem Ansinnen vorstellig würde, bräuchte man nicht mehr so ein Baugebiet an der Obstwiese in Denklingen.

Johannes Jais

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