HSB beendet Saison als Vierter

Es war kein Basketballfest, das die Heimerer Schulen Basket Landsberg zum Abschluss der Regionalligasaison 2009/10 zelebriert haben. Eher war die Partie gegen Telemotive München ein lockeres Auslaufen, das die Mannschaft von Trainer Sascha Kharchenkov vor fast 700 Zuschauern mit 101:93 gewann. Dann galt es nicht nur von der Basketballsaison Abschied zu nehmen, sondern auch vom jahrelangen Kopf der Heimerer Schulen Basket Landsberg: Teammanager Jürgen Fleßner legte sein Amt nieder.

Nicht dabei, bei diesem letzten Saisonspiel, war Fabian Kirchhoff, der aufgrund der Aschewolke nicht fliegen und rechtzeitig zum Spiel kommen konnte. Doch auch die Gäste waren ersatzgeschwächt; so fehlte nicht nur US-Amerikaner Sam Carey, sondern auch der ehemalige Landsberger Nino Ekambi. Zu Beginn der Partie schien es auch so, als würden beide Mannschaften ihre Ausfälle nicht recht kompensieren können. Das Spiel war zerfahren und von vielen Fehlern geprägt. Erst als in der dritten Minute Münchens Ligatopscorer Calvin Wooten seinen ersten von zehn Dreiern einnetzte, platzte der Knoten: Jason Boucher antwortete ebenfalls mit einem Distanzwurf. Und so ging es weiter hin und her. Die Verteidigung spielte eine untergeordnete Rolle, sodass nach zehn Minuten schon 52 Punkte gefallen waren (28:24). Im zweiten Viertel setzte sich Landsberg dank Jason Bouchers mannschaftsdienlichen Spiels und Florian Pejchars Treffsicherheit bis zum Pausenstand von 57:44 ab.Die nächsten 15 Minuten gehörten sämtlichen ehrenamtlichen Helfern der DJK. Die Vorsitzenden Horst Geiger und Matthias Fiebich baten Trainer, Schiedsrichter, Mannschaftsbetreuer, Aufbauhelfer und viele tüchtige Hände mehr des Vereins aufs Spielfeld und bedankten sich bei ihnen für ihr Engagement, ohne das „Lands- berger Regionalligabasketball nicht möglich wäre“, so Fiebich. Dann standen wieder die Spieler im Rampenlicht und die HSB ging weiter nach vorn. Telemotive München leistete keine ernsthafte Gegenwehr. Lediglich Wooten verzückte das Publikum durch viele spektakuläre Distanzwürfe, die er trotz noch so enger Verteidigung traf. Bei Landsberg durften nun alle mal ran: Youngster Florian Fisch lief zusammen mit Jason Boucher Schnellangriff um Schnellangriff und sorgte für den 86:64-Zwischenstand nach drei Vierteln. Da konnte es sich Kharchenkov sogar leisten seine beiden Amerikaner auf die Bank zu beordern. Das nutzten die Gäste zwar, um bis auf neun Punkte heranzukommen – doch der vierte Dreier von Florian Pejchar zum 95:84 in der 38. Minute bedeutete die endgültige Entscheidung. Das Team steht damit auf Tabellenplatz Nummer vier mit 43 Punkten. An der Spitze ist die BG Leitershofen mit 50 Punkten. Abschied vom Trainer Der Basketballabend ging aber weiter: Denn es hieß Abschied nehmen von der Mannschaft, die, laut Kapitän Michael Teichner, nächste Saison im Kern zusammenbleiben wird. Teammanager Jürgen Fleßner wird aber aufhören – Nachdem er sich im Oktober schon nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender des Gesamtvereins gestellt hatte, legte er nun auch das Amt als Teammanager der 1. Herrenmannschaft nieder. „Ich sehe hier vor mir mein Baby“, sagte Fleßner zur Mannschaft, „doch nun ist es Zeit, mich ganz meiner Tochter zu widmen, die jetzt ins Gymnasium kommt“. Was Fleßners Tochter endlich wieder ganz für sich hat, fehlt nun dem Verein. Denn der scheidende Manager war ein besonders engagierter.

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