Deutlicher Belastungseifer

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Symbolfoto

Landsberg – Das Landgericht Augsburg hat einen Landsberger Fahrlehrer vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen. Wie im KREISBOTEN berichtet, war der 53-Jährige in erster Instanz vom Amtsgericht Landsberg zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verurteilt worden, weil er angeblich einer Fahrschülerin gegenüber „sexistische Sprüche“ gemacht hatte. Gegen das Urteil legte er Berufung ein – und bekam Recht.

Vor dem Landgericht wurde die 19-Jährige erneut als Zeugin befragt. Sie legte dabei in den Augen der Richter „deutlichen Belastungseifer“ an den Tag. An den beleidigenden Satz, um den es in der Anklage ging, konnte sie sich aber erst erinnern, als er ihr aus der polizeilichen Vernehmung wörtlich vorgelesen wurde. Und selbst dann hatten die Richter „nicht den Eindruck, dass sich die Zeugin tatsächlich konkret an den Satz erinnerte“, heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung, die dem KREISBOTEN vorliegt.

Am Telefon gedroht

Die Fahrschülerin hatte eine versprochene kostenlose Fahrstunde angeblich nicht bekommen und sich darüber dann mit dem Fahrlehrer gestritten. Während eines Telefonats soll sie dem 53-Jährigen gedroht haben, ihn fertigzumachen.

Vor diesem Hintergrund reiche die Aussage der 19-Jährigen nicht aus, den Mann zu verurteilen, befand jetzt das Landgericht in der Fuggerstadt. Dem Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ folgend sprach es den Mann schließlich frei.

Ulrike Osman

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