Für Entlastung sorgen

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Jutta Bährle (links) und Sabine Janke-Rainer bekleiden seit diesem Sommer die Fachstelle für pflegende Angehörige unter Trägerschaft der AWO.

Landkreis – Schon bei der Erstellung des Seniorenpolitische Gesamtkonzepts für den Landkreis im Jahr 2010 war großer Bedarf an einer Fachstelle für pflegende Angehörige erkannt worden. In diesem Sommer nun hat die AWO diese Tätigkeit als Trägerin aufgenommen. Insbesondere Information und Beratung sind die Schwerpunkte für Jutta Bährle und Sabine Janke-Rainer, um in einer kräftezehrenden Zeit Unterstützung anzubieten.

Bis Herbst 2015 dauerte es, ehe der Landkreis, der mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als Co-Finanzierer fungiert, bei der AWO anfragte, um die Bereitschaft zur Trägerschaft der Fachstelle für pflegende Angehörige abzuklopfen.

Im Juni beziehungsweise Juli haben Bährle und Janke-Rainer ihre neue Tätigkeit aufgenommen. Niederschwellige Angebote zu schaffen und zu vermitteln, Netzwerke zu knüpfen und Ehrenamtliche zu gewinnen erachten beide als wichtige Aufgaben. Ein zentraler Schwerpunkt seien insbesondere Information und Beratung.

Große Belastung

Denn das Leitbild „ambulant vor stationär“, das auch durch das Pflegestärkungsgesetz II, das ab Januar in Kraft treten wird, akzentuiert wird, verlange pflegenden Angehörigen einiges ab. Die Erkenntnis „Jetzt wirds mir zu viel“ trete häufig schlagartig ein, Überforderung sei dann teils schon Realität. In diesem Fall, idealerweise vorher, soll das Angebot der Fachstelle für Unterstützung sorgen.

„Wir sind kostenlos und neutral“, erklären Bährle und Janke-Rainer. Hausbesuche seien durchaus gängig, ebenso dient das Büro im Landsberger AWO Zentrum als Anlaufstelle für Interessierte. Die Sprechzeiten dort sind mittwochs von 9 bis 12 Uhr, außerhalb sind Bährle (Tel. 0173/9046000) und Janke-Rainer (Tel. 0173/9047000) telefonisch zu erreichen.

Rasso Schorer

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