Bürger ohne Fragen

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Nach aktuellem Stand wird der Penzinger Fliegerhorst 2018 aufgelöst – die Überlegungen rund um die Konversion sind in vollem Gang.

Penzing – Die Gemeinde steckt mitten in einer Reihe großer Projekte. Kindergarten- und Rathaussanierung, Dorferneuerung in den Ortsteilen, städtebauliche Planungen im Hauptort, Errichtung eines neuen Bauhofs und Umnutzung des alten – das sind nur einige der Maßnahmen, die derzeit laufen oder demnächst anlaufen. Die diesjährige Bürgerversammlung im Gasthaus Frank war denn auch mit rund 100 Teilnehmern gut besucht. Eine Diskussion kam nach dem Be­- richt des Bürgermeisters dennoch nicht zustande – es hatte niemand eine Frage.

Den in der Bürgerschaft häufig geäußerten Klagen über Raserei im Ort hat der Gemeinde- rat jetzt Rechnung getragen. Wie Bürgermeister Johannes Erhard berichtete, wird Penzing für zunächst zwei Jahre dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung beitreten, um Geschwindigkeitskontrollen durchführen zu lassen und Temposünder zur Rechenschaft zu ziehen. „Es geht nicht darum, die Bürger abzuzocken, sondern um die Verkehrssicherheit“, betonte Erhard. 

Weit fortgeschritten sei die energetische Sanierung des Rathauses, allerdings stehe der Umbau des Sitzungssaals noch aus. Dafür seien zunächst keine Angebote eingegangen, so dass die Maßnahme auf das kommende Jahr verschoben wurde. Dann soll auch eine Entscheidung über die weitere Verwendung des alten Bauhofs fallen. Die Möglichkeiten reichen vom Verkauf des Gebäudes bis hin zur Einrichtung eines Vereinsheims beziehungsweise Veranstaltungsraums für Vereine – eine Option, die Bürgermeister Erhard offenbar bevorzugt. „In diese Richtung sollten wir denken.“ 

In vollem Gange sind die Überlegungen rund um die Konversion des Fliegerhorsts, der nach aktuellem Stand 2018 aufgelöst wird. Penzing setzt in diesem Zusammenhang ein Ortsentwicklungskonzept um, das unter anderem einen Sanierungsplan mit Grünordnung für die Ortsmitte umfasst. Ziel sei eine Innenverdichtung bei gleichzeitigem Erhalt eines stimmigen Ortsbildes sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Straßenausbaumaßnahmen. Eine neue Beitrags- satzung tritt zum neuen Jahr in Kraft. In vier Ortsteilen läuft derweil die Dorferneuerung. Es hätten sich bereits zehn Arbeitskreise gebildet, berichtete Erhard. „Die Arbeiten sind fan­tastisch.“ 

Im Rahmen der Bürgerversammlung stellte Franz Schneider den zweiten Band seiner Ortschronik „Mein Penzing“ vor. Nachdem sich der erste Teil der Häuser- und Höfegeschichte widmete, geht es nun um „Kriegs- und Friedenszeiten“. Der Band erhält zahlreiche Berichte von Zeitzeugen über den Ersten und Zweiten Weltkrieg. In kommenden Frühjahr soll der dritte Teil in Druck gehen, kündigte Schneider an. Er hat die örtlichen Kirchen und Kapellen zum Thema.

Ulrike Osman

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