Bessere Qualität nach dem Wechsel – Bayerische Regiobahn auf Erfolgsspur

Wettbewerb lohnt sich: Seit der Betriebsaufnahme der Bayerischen Regiobahn (BRB) im Dezember ’08 hat sich die Gesamtzufriedenheit der Fahrgäste auf der Ammerseebahn deutlich verbessert. Das zeigt eine Studie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern plant, finanziert und überwacht.

Die BEG hat die Strecken Augsburg-Weilheim-Schongau im Wettbewerb vergeben. Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG, dazu: „Nur durch die günstigeren Preise im Wettbewerb konnten wir neue Fahrzeuge und ein besseres Fahrtenangebot für die Bahnkunden finanzieren. Der Erfolg der Ammersee- und der Pfaffenwinkelbahn sowie die Wertschätzung der Fahrgäste zeigt, dass wir mit unserer Ausschreibungspolitik richtig liegen.“ Die BEG gab in ihrer Ausschreibung zur Ammerseebahn vor, was der Betreiber in den nächsten zehn Jahren erfüllen muss. Dass das neue Konzept bei den Fahrgästen gut ankommt, zeigen die Ergebnisse der BEG-Studie. Insgesamt wurden über 1100 Fahrgäste vor und nach dem Betreiberwechsel von DB Regio auf die Bayerische Regiobahn befragt. In allen abgefragten Kriterien wie zum Beispiel Fahrgastinformation, Fahrplanangebot, Sauberkeit, Präsenz von Zugbegleitern, Ticketerwerb, Kundenorientierung sind die Befragten mit dem neuen Angebot zufriedener als im Fahrplanjahr 2008. Saubere Züge Im Vergleich zum Vorjahr empfinden 82 Prozent der Befragten die Qualität der eingesetzten Fahrzeuge als besser. Die größten Unterschiede sehen die Bahnkunden im Bereich Sauberkeit. Die Befragten schätzen die Sauberkeit der Sanitäreinrichtungen und der Fahrzeuge des Typs LINT 41 innen und außen erheblich besser ein, als noch vor dem Betreiberwechsel. BEG-Chef Czeschka freut sich natürlich über das neue Erscheinungsbild der Fahrzeuge: „Das Fahren auf der Ammersee-bahn hat deutlich an Qualität gewonnen. Das hängt auch mit den von uns geforderten Neufahrzeugen zusammen.“ Unabhängig vom Betreiber könnten sich Fahrgäste bei Neuausschreibungen in der Regel auf neue Fahrzeuge freuen. Im laufenden Betrieb liege es bei den Bahnunternehmen, die Fahrzeuge innen und außen sauber zu halten. Der Freistaat hat zum BRB-Betriebsstart 18 Prozent mehr Zugfahrten bestellt. Die BEG finanziert damit einen Stundentakt und zusätzliche Fahrten in der Hauptverkehrszeit. Diese Angebotsausweitung honorieren auch die Fahrgäste: Knapp 55 Prozent der Befragten sehen eine Verbesserung im Fahrplanangebot gegenüber 2008. Positiv bewerten die Befragten die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug der BRB zu kaufen. Die Kundenorientierung bei Beschwerden werde deutlich positiver bewertet als vor dem Betreiberwechsel. Dagegen empfinden die Befragten nur geringe Verbesse- rungen beim Sitzplatzangebot, beim Preis-Leistungs-Verhältnis sowie beim Erscheinungsbild der jeweiligen Zugbegleiter. Angebotsausweitung Die Fahrgastzahlen auf der Ammerseebahn sind seit Ende 2008 um fast 15 Prozent gestiegen. Dies erweitert der Freistaat im Dezember das Zugangebot auf der Ammerseebahn nochmals um neun Prozent zu erweitern. So wird künftig auch nachmittags ein 30-Minuten-Rhythmus im Berufsverkehr von Augsburg nach Geltendorf angeboten, jeweils mit Anschlüssen in Mering von München. Zwischen Weilheim und Geltendorf profitieren Fahrgäste im Berufsverkehr in beiden Richtungen von einem 30-Minuten-Rhythmus, besondere nachmittags von 15 bis 20 Uhr jeweils mit Anschlüssen in Weilheim und Geltendorf von und nach München. Auf der Strecke Augsburg-Geltendorf-Weilheim wird der Stundentakt bis nach Mitternacht ausgeweitet. Die letzte Fahrmöglichkeit von der Landeshauptstadt über Geltendorf zum Ammersee ist künftig um 23:51 Uhr ab München Hauptbahnhof. Ebenfalls neu ist ein ICE-Anschluss um 23:56 Uhr in Augsburg zum Ammersee.

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