Bessere Zeiten für Gemeindewerke Kaufering

Die Investitionen ins Biomasseheizkraftwerk und die dort erzeugte Nahwärme sowie elektrische Energie wirken sich bereits positiv auf den Erfolgsplan 2009 der Gemeindewerke Kaufering aus. Erstmals rechnet deren Leiter, Winfried Plaß, wieder mit einem Jahresgewinn. Gleichwohl fahren die Bereiche Wasserversorgung und Abwasser nach wie vor hohe Verluste ein. Bekannt wurden die Zahlen auf der jüngsten Sitzung des Finanz- und des Werkausschusses „Kommunalwerke“.

Plaß rechnet für dieses Jahr bei der Nahwärme mit einem Jahresgewinn von rund 177000 Euro. Damit könnten erstmals die Verluste von Abwasser (152000 Euro) und Wasserversorgung (17000 Euro) gedeckt werden, merkte Gemeinderat Hans Koch (SPD) an. Überhaupt hätte sich der Anteil der Nahwärmeversorgung im Erfolgsplan stark verschoben. Dieser mache bereits über 50 Prozent aus, betonte Plaß. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass gerade der Biomasse eine immer größere Bedeutung zukomme. Rund eine Million Euro an Umsatzerlösen entfallen in diesem Bereich vornehmlich auf Neuanschlüsse an das Nahwärmenetz, jedoch müssten hier noch die Betriebs- und Materialkosten abgezogen werden. Beispielsweise rund 475000 Euro für Hackschnitzel, 165000 Euro für Öl und 127000 Euro für Strom. Nicht so rosig sieht es dagegen im Bereich Abwasser aus. Hier konnten im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen erzielt werden. Abweichungen gibt es laut Plaß im Personalbereich. Hier schlägt sich vor allem in allen drei Bereichen die Schaffung einer neuen Stelle nieder. Darüber hinaus belastet eine Bestandsaufnahme des Kanalnetzes mit rund 80000 Euro den Abwasser-Erfolgsplan. Auch im Bereich der Wasserversorgung rechnet Plaß für 2009 mit einem Verlust von 17000 Euro. Hier wirken sich vor allem gestiegenen Personalkosten sowie die Bestandsaufnahme des Wasserleitungsnetzes sowie Neuverlegungen von Leitungen negativ auf die Gesamtbilanz aus. Unter dem Strich schreiben die Gemeindewerke damit bei der Nahwärme schwarze Zahlen, wäh-rend beim Abwasser und der Wasserversorgung ein Defizit zu verzeichnen ist. Ungeachtet dessen rechnet Plaß nach Gewinn und Verlust für 2009 erstmals wieder mit einem Plus – rund 8300 Euro. Im vergangenen Jahr schloss der Erfolgs- plan immerhin noch mit einem Minus von 96700 Euro.

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