78 Betten mit Seeblick – Hotel in Dießen geplant

Die Planungen für ein Hotel beim Triebhof direkt am Ufer des Ammersees haben in der vergangenen Woche eine wichtige Hürde genommen. Allerdings nicht in trauter Einigkeit: Vielen Dießener Ratsmitgliedern ist das Projekt mit 78 Betten und 140 Gastronomie-Sitzplätzen im Landschaftsschutzgebiet nämlich viel zu groß.

Das Hotel mit großzügigen Sportanlagen und Wellness-Bereich ist am nördlichen Ortsrand der Marktgemeinde, knapp an der Grenze zu Holzhausen, geplant. Im ersten Bauabschnitt soll ein Hotelgebäude für 36 Betten entstehen, das Erdgeschoss ist für ein großes Lokal reserviert. Zusätzlich ist ein Empfang mit Glasvorbau vorgesehen, der im zweiten Bauabschnitt alle Gebäude miteinander verbindet. Im Nachbargebäude werden dann Zimmer für 42 Betten unterebracht, ebenso eine Tiefgarage. Genutzt werden soll der gesamte Hang: So entsteht im Souterrain ein Spa-&Wellness-Bereich. Geplant sind ein Pool mit Flachdach sowie ein offenes Schwimmbecken. Zum Hotel gehören weiterhin zwei Tennisplätze, ein Golfübungsplatz mit Driving-Range sowie eine Reitfläche inklusive Stall und Pferdeboxen. Kritik erntete Robert Lotter von einigen Ratskollegen. Grund: Er war zwar als Gemeinderat (Freie Wähler) vom Tisch abgerückt, stellte als planender Architekt dann aber das Projekt selbst vor. Das Vorhaben in Randlage und im Naturschutzgebiet sei um einige Nummern zu groß, bemängelte Michael Behrendt (UBV). Die Veränderung von den derzeit sechs Betten, die auf dem Bauernhof für Gäste zur Verfügung stehen, zu den geplanten 78 könne wohl kaum mehr als „Neuerrichtung in etwas größerem Umfang“ bezeichnet werden. Zusätzlich zum Bestand sollen Gebäude mit rund 1000 Quadratmeter errichtet werden. Die Planungsgegner kritisierten nicht nur die Gebäudehöhen (drei Vollgeschosse plus Dachgeschoss) und Zufahrt, sie befürchteten vor allem zu starke Eingriffe in das Landschaftsbild. Man habe sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, dass man in Dießen und für das Ammerseegebiet ein weiteres Hotel wolle, warben Befürworter wie Edgar Maginot (CSU) und Franz Sanktjohanser (OKD) um Zustimmung. Zumal man dem Bauherrn nicht vorwerfen könne, unternehmerisch zu denken – unter 80 Betten rentiere sich das Projekt nicht. Der Dießener Gemeinderat entschied knapp mit 13:10 Stimmen, die nächsten Schritte für die Änderungen

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