Bevorzugter Zugang für "Klinikums-Kinder"

Auf diesem Areal am Klinikum möchte die Stadt Landsberg spätestens im September 2012 eine Kindertagesstätte mit sechs Gruppen eröffnen. Foto: Schwaiger

In der neuen Kindertagesstätte sollen am Klinikum beschäftigte Eltern ein Sonderbelegungsrecht zugesprochen bekommen – in ausreichendem Umfang. Dies ist eine von mehreren Bedingungen, die der Landkreis mit der Rückübertragung des für den Neubau benötigten Grundstücks an die Stadt verknüpft.

Sowohl Stadt als auch Landkreis sind sich einig, dass die geplante sechsgruppige Kindertagesstätte am Klinikum nicht nur eine Lücke schließt. Mit arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten zielen Krippe und Kinder­garten unter städtischem Dach ganz besonders auf die Bevöl­kerungs­struk­tur im nordwestlichen Stadtgebiet sowie im Klinikum ab. „Bei Bedarf kann diese Betreuungseinrichtung auch von 6 bis 20 Uhr offen sein“, beschrieb Landrat Walter Eichner (CSU). Mit Blick auf den drohenden Mangel an Pflegekräften und Ärzten sprach er von einem „Big Point“ in der Personalgewinnung für das Klinikum Landsberg. Dessen Vorstand, Christof Maaßen, blies in das gleiche Horn: „Das soziale Umfeld spielt da eine sehr große Rolle.“ Überhaupt stehe man dem Vorstoß beider Seiten im Klinikum und im Verwaltungsrat sehr positiv gegenüber. Allerdings, und das ist eine weitere Voraussetzung für die Rückübertragung, sollten Kindertagesstättenbau und Umgestaltung der drei östlich davon ge­legenen Personalhäuser aufeinander abgestimmt werden. Maaßen riet, den Architektenwettbewerb mit dem der Stadt zu koppeln. „Natürlich nehmen wir da Rücksicht auf das Wohngebiet nördlich des Klinikums“, beruhigte Eichner. Grundlage für die Rückübertragung des 2150 Quadratmeter großen Areals an der Einfahrt zum Klinikum ist die 1993 geschlossene Übergabevereinbarung. Damals übernahm der Landkreis die Trägerschaft des Krankenhauses und erhielt in der Folge die Grundstücke – allerdings ausschließlich für den Krankenhausbetrieb. Demnach ist der Landkreis mit dem Bau der Kindertagesstätte verpflichtet, den Grundbesitz an die Stadt rückzuübereignen. Übrigens: An den Baukosten für die Kindertagesstätte beteiligt sich das Klinikum nicht, so die letzte Bedingung.

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